Nokia untersucht Elektrosmog als Energiequelle für Handys

Aktuelle Prototypen erzeugen eine Leistung von 3 bis 5 Milliwatt. Dazu nutzen sie Wellen in einem Frequenzbereich zwischen 500 MHz und 10 GHz. 50 Milliwatt können den Akku eines ausgeschalteten Handys langsam laden.

Nokia entwickelt an einem Forschungszentrum im britischen Cambridge ein Verfahren, um ohnehin vorhandene Radiowellen in der Luft, sogenannten Elektrosmog, zur Stromerzeugung zu nutzen. Das berichtet das amerikanische Magazin Technology Review. Die Technik soll zukünftig in Mobiltelefonen eingesetzt werden.

Ähnlich wie bei RFID-Chips wandeln die Forscher elektromagnetische Wellen in elektrische Signale um. Dafür werden neben einer Antenne zwei passive Schaltkreise benötigt. Um möglichst viel Energie zu gewinnen, nutzen die Forscher ein breites Frequenzspektrum. „Wir verwenden einen Breitband-Empfänger, der Signale im Bereich zwischen 500 MHz und 10 GHz verarbeitet“, erklärte Markku Rouvala, einer der an der Entwicklung beteiligten Forscher.

Dem Bericht zufolge arbeitet die Forschergruppe an einem Prototyp, der eine Leistung von bis zu 50 Milliwatt erzeugen kann. Dies sei ausreichend, um den Akku eines ausgeschalteten Mobiltelefons langsam zu laden, so Rouvala. Die Leistung aktueller Prototypen liege bei 3 bis 5 Milliwatt.

Erste Geräte, die Radiowellen als Stromquelle nutzen, erwartet Rouvala in den nächsten drei bis vier Jahren. Nokia plane, die Technologie zusammen mit anderen alternativen Energiequellen einzusetzen – beispielsweise eingebauten Solarzellen.

Themenseiten: Green-IT, Handy, Mobil, Mobile, Nokia

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