Microsoft will Kopierschutzabteilung ausgliedern

Aus "Software Licensing and Protection Services" wird InishTech. Das Start-up sitzt in Irland. Microsoft bleibt Kunde und behält einen Beobachterposten im Aufsichtsrat.

Microsoft plant, seine Abteilung für „Software Licensing and Protection Services“ (SLPS) aus dem Konzern auszugliedern. Sie ist etwa zwei Jahre alt und lizenziert Kopierschutztechniken für Software an andere Unternehmen.

Innerhalb von zwei Jahren hat SLPS 120 Kunden gewonnen, darunter Microsofts eigene „eHome“-Abteilung. Das neue Unternehmen wird in Irland sitzen und den irisch angehauchten Namen „InishTech“ tragen. Microsoft will einen Anteil in nicht genannter Höhe und einen Beobachtersitz im Aufsichtsrat behalten. Außerdem sollen die Schutzverfahren von InishTech in Lizenz genommen werden.

Microsoft hat in den letzten Jahren zahlreiche Eigenentwicklungen als Start-ups ausgegliedert, darunter Inrix und Zumobi (früher ZenZui). Dieses Vorgehen ist Teil einer Strategie, geistiges Eigentum gewinnbringend an Dritte zu lizenzieren, die auf einen Beschluss von 2003 zurückgeht.

Nicht alle diese Start-ups haben ihren ursprünglichen Business-Plan weiterverfolgt. 2006 hatte Microsoft beispielsweise die Social-Networking-Technologie Wallop ausgegliedert. Das Start-up-Unternehmen gleichen Namens wollte ursprünglich selbst mit einem sozialen Netzwerk herauskommen, sah sich aber der Konkurrenz in diesem Bereich nicht gewachsen. Jetzt entwickelt es Anwendungen für bestehende Social Networks wie Bebo und Facebook.

InishTech wird als eigenständiges Unternehmen Lizenzierungs- und Kopierschutztechniken für Software vertreiben (Screenshot: Ina Fried/News.com).
InishTech wird als eigenständiges Unternehmen Lizenzierungs- und Kopierschutztechniken für Software vertreiben (Screenshot: Ina Fried/News.com).

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