Eutelsat beschleunigt Satelliteninternet ab Juli auf 3,6 MBit/s

Bislang sind nur maximal 2 MBit/s möglich. Im Uplink erreicht der bidirektionale Dienst dann bis zu 384 KBit/s. In der Zeit zwischen 0 und 6 Uhr erhalten Nutzer künftig 50 Prozent Rabatt auf das genutzte Datenvolumen.

Mit Tooway sind ab Juli Datenraten von bis zu 3,6 MBit/s möglich (Bild: Eutelsat).
Mit Tooway sind ab Juli Datenraten von bis zu 3,6 MBit/s möglich (Bild: Eutelsat).


Zum 1. Juli steigert Eutelsat die maximale Übertragungsrate seines satellitengestützten Breitbanddienstes „Tooway“ ohne Mehrkosten von 2 auf 3,6 MBit/s. Im Uplink sind dann statt 256 KBit/s bis zu 384 KBit/s möglich. Darüber hinaus erhalten alle Nutzer in der üblicherweise weniger stark frequentierten Zeit von Mitternacht bis 6 Uhr morgens einen 50-prozentigen Rabatt auf das genutzte Datenvolumen.

„Tooway bietet Endverbrauchern in ländlichen und mit Breitbanddiensten unter- und unversorgten Regionen einen leistungsstarken, echten Internetzugang via Satellit“, sagt Arduino Patacchini, Multimedia Director Eutelsat. Bei der bidirektionalen Satellitenverbindung laufen sowohl Hin- als auch Rückkanal (Down- und Upstream) über Satellit.

Die Lösung besteht aus einer Satellitenantenne und einem Modem, das via Ethernet an den Rechner angeschlossen wird. Damit können Anwender nicht nur online gehen, sondern auch satellitengestützte Telefonie-Dienste und IPTV nutzen sowie mit zusätzlicher Hardware Satellitenfernsehen empfangen.

In Deutschland ist der in vier Stufen skalierbare Tooway-Dienst über die Distributoren Internetagentur Schott, SkyDSL und TelDaFax erhältlich. Bis Ende 2010 will Eutelsat den Service durch den Start des Satelliten „KA-SAT“ um zusätzliche Breitbandzugänge mit bis zu 10 MBit/s erweitern.

Zwar ist Internet über Satellit im Gegensatz zu DSL flächendeckend auch ohne terrestrische Leitung überall verfügbar, allerdings hat die Technik einige Schwächen. So ergeben sich schon durch die zu überbrückenden Entfernungen zum Satelliten hohe Latenzzeiten von bis zu 700 Millisekunden, was deutlich schlechter ist als beispielsweise bei einer Einwahl über Modem (150 bis 200 Millisekunden). Diese Verzögerungen machen sich insbesondere in Chats oder Online-Spielen negativ bemerkbar.

Themenseiten: Breitband, Internet, Telekommunikation

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