Siemens-Skandal führt zu weiteren Festnahmen

Die griechische Polizei hat vier Personen in Haft genommen. Es handelt sich um die Frau und die erwachsenen Töchter eines flüchtigen Managers. Er soll sich in Deutschland aufhalten.

In Griechenland hat die Schmiergeldaffäre um Siemens erneut zu vier Festnahmen geführt. Nachdem sich zwei ehemalige Manager aus Griechenland in den vergangenen Tagen ins Ausland abgesetzt hatten, wurde jetzt die Ehefrau und die drei erwachsenen Töchter eines Managers verhaftet.

Bei dem ehemaligen Siemens-Manager handelt es sich um den Ex-Finanzchef der Siemens-Landesgesellschaft in Griechenland, Christos Karavelas. Er war trotz Vorladung in der vergangenen Woche nicht vor dem Staatsanwalt in Athen erschienen. Daraufhin wurde gegen ihn ein internationaler Haftbefehl ausgestellt, berichtet das Branchenportal Futurezone. Zuvor war bereits der frühere Siemens-Landeschef in Griechenland, Michael Christoforakos, untergetaucht.

Laut der griechischen Presse halten sich die beiden Manager in Deutschland auf. Nach Informationen der griechischen Staatsanwaltschaft hat Karavelas insgesamt rund 4 Millionen Euro nach Uruguay transferiert. Siemens hatte sich bereits 2007 von Christoforakos und den anderen Ex-Managern getrennt. Christoforakos und weiteren 33 Personen, darunter auch deutsche Topmanager, wird unter anderem Bestechung vorgeworfen. Im Schmiergeldskandal geht es um Zahlungen in Höhe von 1,3 Milliarden Euro, die im Ausland zur Auftragsgewinnung eingesetzt worden sein sollen.

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