Intel stellt Core i7 975 Extreme Edition vor

Der Vierkern-Prozessor Core i7 975 Extreme Edition mit 3,33 GHz löst das bisherige High-End-Modell 965 ab. Mit aktiviertem Turbo-Modus erhöht der Chip den Takt zeitweise auf 3,6 GHz. Intel verlangt für seinen jetzt schnellsten Desktop-Chip 900 Euro.

Mit den Nehalem-CPUs Core i7 975 Extreme Edition (3,33 GHz) und Core i7 950 (3,06 GHz) hat Intel sein Angebot von High-End-Prozessoren ergänzt. Die Chips sind ab 900 Euro (Core i7 975 XE) und 500 Euro (Core i7 950) erhältlich.

Das Spitzenmodell mit 3,33 GHz löst die bisher schnellste Nehalem-Variante mit 3,2 GHz ab. Durch die Anhebung der Taktfrequenz von nur 133 MHz ist im Praxisbetrieb keine nennenswerte Leistungssteigerung feststellbar. Durch das leicht angepasste Fertigungsverfahren mit Stepping D0 sollen die Chips aber eine etwas niedrigere Leistungsaufnahme als das Vorgängermodell mit Stepping C0 bieten. Der 500 Euro teure Core i7 950 mit 3,06 GHz ersetzt das bisher erhältliche Modell Core i7 940 mit 2,93 GHz.

Der in den Prozessoren integrierte Turbo-Modus sorgt für eine Taktsteigerung, sobald nicht sämtliche Kerne ausgelastet sind. Verwendet beispielsweise eine Applikation lediglich einen Kern, erhöht die Turbo-Technik die Taktfrequenz standardmäßig um zwei Takteinheiten (zweimal 133 MHz) auf 3,6 GHz. Sind zwei, drei oder alle vier Kerne aktiv, steigt die Frequenz um 133 MHz auf 3,46 GHz. Eine im Prozessor eingebaute Logik sorgt dafür, dass der spezifizierte TDP-Wert von 130 Watt zu keinem Zeitpunkt überschritten wird. Nur wenn alle Kerne mit voller Last rechnen, arbeitet der Chip mit der Standardfrequenz von 3,33 GHz.

Aufgrund der hohen Preise dürften die Spitzenmodelle der Nehalem-Serie kaum nennenswerte Marktrelevanz erreichen. Das günstigste Modell der mit integriertem Speichercontroller und Hyperthreading ausgestatteten Baureihe ist der Core i7 920 mit 2,66 GHz. Dieser Prozessor kostet mit 235 Euro etwas mehr als der schnellste AMD-Chip Phenom II X4 955, der für circa 200 Euro erhältlich ist und in vielen Benchmarks gleichauf mit dem langsamsten Nehalem-Chip liegt.

Weitere Preisunterschiede ergeben sich durch die Wahl des Mainboards. Nehalem-CPUs können nur mit X58-Boards betrieben werden, die ab 160 Euro erhältlich sind. AM3+-Platinen, die für AMDs Quad-Core-Chips geeignet sind, bekommt man hingegen schon ab 95 Euro.

Deutlich günstiger soll die Nehalem-Plattform erst mit den für September erwarteten Prozessoren Lynnfield (vier Kerne/acht Threads) und Clarkdale (zwei Kerne/vier Threads und integrierte GPU) werden. Wegen eines veränderten Sockel-Layouts (1166 Pins statt 1366 wie bei aktuellen Core-i7-Prozessoren) können diese CPUs allerdings nicht mit aktuellen X58-Boards betrieben werden, sondern benötigen eine Platine mit Sockel LGA1156.


Themenseiten: AMD, Chipsätze, Hardware, Intel, Nehalem, Prozessoren, Shanghai

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