Türkische Hacker brechen in Webserver der US-Armee ein

Die Angriffe fanden im Januar 2009 und im September 2007 statt. Den Verkehr leiteten die Hacker auf Websites mit anti-amerikanischen Inhalten um. Sie verschafften sich womöglich über eine SQL-Lücke Zugang zu den Armee-Servern.

Türkische Hacker haben sich Zugang zu zwei Webservern der US-Armee verschafft. Wie Informationweek berichtet, leiteten die Angreifer den Verkehr auf andere Server um, darunter auch Websites mit antiamerikanischen und antiisraelischen Inhalten.

Der erste Angriff erfolgte am 26. Januar und betraf einen Server der Munitionsfabrik McAlester im US-Bundesstaat Oklahoma. Zudem drangen die Hacker, die einer Gruppe namens „m0sted“ angehören sollen, am 17. September 2007 in einen Server des Transatlantic Center des US Army Corps of Engineers in Winchester im Bundesstaat Virginia ein.

Ermittler vermuten, dass die Cyberkriminellen eine Schwachstelle in Microsofts SQL Server nutzten, um sich per SQL-Injection Zugang zu den Servern zu verschaffen. Dem Bericht zufolge ist unklar, ob die Hacker auch Zugriff auf vertrauliche Daten hatten. Im Rahmen der Ermittlungen wurden Durchsuchungsbefehle für Microsoft, Yahoo, Google und andere E-Mail- sowie Internet-Service-Provider ausgestellt, um die Identität der Täter zu ermitteln.

Im August 2007 hatten dieselben Hacker mehrere Websites der Vereinten Nationen angegriffen. Damals manipulierten sie per SQL-Injection den Internetauftritt des UN-Generalsekretärs Ban Ki-Moon und der UN-Umweltbehörde.

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