Yahoo und Microsoft verhandeln erneut

CEO Carol Bartz: Ein Käufer der Suchsparte müsste über viel Geld und die richtigen Technologien verfügen. Ein Kauf des gesamten Unternehmen wäre nicht undenkbar. Die Yahoo-Chefin will jedes Angebot abwägen.

Yahoo-CEO Carol Bartz hat auf der Konferenz All Things Digital bestätigt, dass ihr Unternehmen erneut mit Microsoft über eine Zusammenarbeit diskutiert. Ihr zufolge ist Yahoo auch bereit, seine Suchsparte an den Softwareanbieter zu verkaufen.

Bartz nannte zwei Bedingungen für einen Verkauf: „Es gibt in diesem Zusammenhang zwei Parteien. Die andere Partei muss über eine Menge Geld und die richtigen Technologien verfügen.“ Auf die Frage, ob sie auch das gesamte Unternehmen verkaufen würde, antwortete sie: „Dafür würde eine ganze Bootsladung Geld benötigt.“

Es gehe allerdings nicht darum, ob sich ein CEO einen Verkauf vorstellen könne, so Bartz. Vielmehr habe sie die Verantwortung, jedes Angebot abzuwägen und zu entscheiden, ob es den Interessen der Aktionäre entspreche.

Google bezeichnete Bartz als einen ernsthaften Konkurrenten. Die Marke Google sei anders positioniert als Yahoo, es ergäben sich aber trotzdem Möglichkeiten zur Zusammenarbeit. Als Beispiel nannte sie die mobile Internetsuche.

Microsoft hatte im Frühjahr 2008 versucht, Yahoo für 33 Dollar je Aktie zu kaufen. Die Übernahme war genauso gescheitert wie die von Yahoo als Rettungsversuch geplante Zusammenarbeit mit Google im Bereich Suchwerbung. Im März hatte Microsoft-COO Kevin Turner Yahoo neue Kooperationsgespräche über ein Suchabkommen angeboten.

Themenseiten: Internet, Microsoft, Suchmaschine, Yahoo, Übernahmen

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