Google-Gründer: EU-Datenbestimmungen behindern Seuchenprognosen

Ohne die Suchanfragen der letzten neun Monate kann Google keine Pandemien voraussagen. Das behauptet Larry Page. Die EU will nur sechs Monate erlauben.

Googles Mitgründer und Chief Marketing Officer Larry Page hat die Datenschutzbestimmungen der EU kritisiert. Sie könnten die Nachverfolgung und das Voraussagen von Pandemien behindern, sagte er dem britischen Fernsehsender BBC.

Die EU-Kommission plant, Google das Speichern von Suchanfragen für mehr als sechs Monate zu untersagen. Bisher speichert Google diese Daten neun Monate lang. Page sagt jetzt, ein Löschen der Suchbegriffe nach sechs Monaten stehe „in direktem Konflikt“ mit der Fähigkeit, Pandemien zu verfolgen.

„Bevor wir die Daten zur Schweinegrippe veröffentlicht haben, haben wir das ausführlich diskutiert“, so Page im TV-Interview. „Wir haben uns Sorgen gemacht, dass wir eine Panik verursachen würden. Aber wir kamen zu dem Schluss, dass die Vorteile gegenüber den Bedenken überwiegen.“

Laut der Weltgesundheitsorganisation WHO wurden bisher 10.000 Fälle von Schweinegrippe in 40 Ländern registriert.

Googles CMO Larry Page sieht die Eu-Forderung, Suchanfragen nach sechs Monaten zu löschen, "in direktem Konflikt" mit der Fähigkeit, Pandemien zu verfolgen (Foto: Google).
CMO Larry Page sieht die EU-Forderung, Suchanfragen nach sechs Monaten zu löschen, „in direktem Konflikt“ mit Googles Fähigkeit, Pandemien zu verfolgen (Foto: Google).

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