Nvidia-CEO hält Intels Preispolitik für „ziemlich unfair“

Jen-Hsun Huang wirft dem Chiphersteller vor, die Konkurrenz am Netbook-Markt gezielt ausschalten zu wollen. Intel verlangt für einen einzelnen Atom-Prozessor 45 Dollar. Ein Set aus CPU und Grafikchip kostet hingegen nur 25 Dollar.

Knapp eine Woche nach der von der EU-Kommission verhängten Milliarden-Kartellstrafe gegen Intel hat auch Nvidia den Chipherstellers kritisiert. Intels Preispolitik sei „ziemlich unfair“, zitiert die Nachrichtenagentur Reuters Nvidia-CEO Jen-Hsun Huang, der aber gleichzeitig betonte, dass Nvidia keine formelle Klage in Brüssel gegen Intel einleiten werde.

Mit seiner günstigen Atom-Plattform hat sich Intel den Löwenanteil am Markt für Netbooks gesichert. Durch den darin integrierten Graphics Media Accelerator ist der Chiphersteller nicht auf Nvidias Grafiklösung Ion angewiesen, um auf den günstigen Geräten ein akzeptables Grafikergebnis liefern zu können.

Für einen einzelnen Atom-Chip berechnet Intel rund 45 Dollar. Ein Chip-Set, bei dem neben der Atom-CPU auch der Grafiksubprozessor enthalten ist, kostet hingegen lediglich 25 Dollar. Huang sieht darin einen Versuch Intels, die Konkurrenz auszuschalten.

Ein Intel-Sprecher erklärte gegenüber Reuters dazu: „Wenn man das Chipset kaufen will, bekommt man eben den besseren Preis.“ Den Herstellern sei es jedoch freigestellt, den Atom einzeln oder im Set mit weiteren Chips zu kaufen.

Themenseiten: Business, Grafikchips, Intel, Nvidia

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