Facebook schließt Nutzergruppen von Holocaustleugnern

Das Social Network reagiert damit auf Kritik des Anwalts Brian Cuban. Drei von fünf fraglichen Nutzergruppen bleiben jedoch aktiv. Facebook überwacht die Diskussionen auf Hass oder Gewalt fördernde Aussagen.

Facebook hat zwei Nutzergruppen geschlossen, in denen Mitglieder des Social Network den Holocaust leugnen. Damit reagiert das Unternehmen auf einen offenen Brief des Anwalts Brian Cuban, der Facebook vorgeworfen hatte, insgesamt fünf Gruppen mit Holocaustleugnern zu tolerieren.

„Zwei der Gruppen wurden gesperrt, aber die anderen drei bleiben aktiv“, erklärte Facebook-Sprecher Barry Schnitt. „Wir überwachen die Diskussionen zwischen unseren Mitgliedern, um festzustellen, ob sie Hass oder Gewalt fördern.“ Facebook werde in diesem Fall, wie schon in der Vergangenheit bei kontroversen Gruppen geschehen, sofort einschreiten.

In Deutschland und anderen Ländern, in denen Facebook aktiv ist, gilt das Leugnen des Holocaust als Straftat. Cuban wirft dem sozialen Netzwerk vor, damit gegen seine eigenen Nutzungsregeln zu verstoßen. Diese verbieten, Inhalte zu veröffentlichen, die gegen nationale oder internationale Gesetze verstoßen.

In einer ersten Stellungnahme hatte Facebook in der vergangenen Woche das Leugnen des Holocaust als abstoßend und dumm bezeichnet. „Dennoch sollten Menschen das Recht haben, diese Ideen zu diskutieren, und wir wollen, dass Facebook ein Ort ist, an dem auch kontroverse Themen besprochen werden. Wobei auch wir unsere Grenzen haben“, sagte Schnitt.

„Wir haben viel Zeit mit Diskussionen über Holocaustleugner verbracht und sind zu dem Schluss gekommen, dass das reine Leugnen des Holocaust keinen Verstoß gegen unsere Regeln darstellt“, so Schnitt gegenüber TechCrunch. Eine offene Diskussion sei besser als Zensur dazu geeignet, Ignoranz und Lügen zu bekämpfen.

Themenseiten: Facebook, Facebook, Internet, Networking, Soziale Netze

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