T-Mobile und Vodafone boykottieren Skype-Handys

Nokia will künftig einige seiner Mobiltelefone mit VoIP-Software ausliefern. Die beiden Mobilfunkunternehmen sehen ihr Geschäft dadurch bedroht. Das Mobilfunknetz ist laut T-Mobile nicht für millionenfache VoIP-Nutzung ausgelegt.

T-Mobile und Vodafone wollen keine Nokia-Handys verkaufen, auf denen Skype vorinstalliert ist. Wie die Berliner Morgenpost berichtet, hatte Nokia im Februar mit Skype vereinbart, dessen Dienste ab dem dritten Quartal dieses Jahres auf einigen Geräten anzubieten. Auch das N97, das in wenigen Wochen ausgeliefert wird, soll mit dem kostenlosen Telefondienst ausgestattet werden.

Die beiden Mobilfunkunternehmen sehen ihr Geschäft durch Skype beeinträchtigt, da die Gespräche zwischen Skype-Nutzern umsonst sind. „Wir lassen uns das Geschäft nicht kaputtmachen“, sagte ein Sprecher von T-Mobile gegenüber der Berliner Morgenpost. Auch sei das Mobilfunknetz für eine millionenfache Nutzung von Internettelefonie (Voice over IP) nicht ausgelegt: „Netze verkraften das nicht, wenn so viele Kunden das nutzen möchten.“

Aus Angst vor einbrechenden Umsätzen untersagen die deutschen Netzbetreiber in ihren Vertragsbedingungen die Nutzung von Internettelefonie auch bisher schon – erst im April hatte T-Mobile Skype-Telefonate auf dem iPhone nicht zugelassen. Technisch verhindern die Anbieter die Gespräche derzeit noch nicht.

Themenseiten: Handy, Skype, T-Mobile, Telekommunikation, VoIP, Vodafone

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