Sun-Aktionäre klagen gegen Oracle-Übernahme

Der Vorstand des Unternehmens soll seine treuhänderischen Pflichten verletzt haben. Die Aktionäre bezeichnen den Kaufpreis als unfair und unzureichend. Zudem räumt Sun mögliche Korruptionsfälle im Ausland ein.

Sun-Aktionäre haben insgesamt drei Sammelklagen eingereicht, um eine Übernahme durch Oracle zu verhindern. Das geht aus Unterlagen hervor, die Sun der US-Börsenaufsicht Securities and Exchange Commission (SEC) vorgelegt hat.

Die Kläger werfen dem Sun-Vorstand vor, er sei seinen treuhänderischen Verpflichtungen nicht nachgekommen, als er dem Verkauf an Oracle zu einem Preis von 7,4 Milliarden Dollar zustimmte. Nach Ansicht der Aktionäre ist der Gegenwert des Übernahmeangebots „unfair und unzureichend“.

Darüber hinaus hat Sun gegenüber der SEC mögliche Verstöße gegen den Foreign Corrupt Practices Act eingeräumt. Das Gesetz verbietet US-Unternehmen die Bestechung ausländischer Behörden und andere unethische Geschäftspraktiken im Ausland.

Zu der Frage, ob die Klagen oder die vermeintlichen Bestechungsfälle im Ausland Auswirkungen auf den Zusammenschluss mit Oracle haben können, äußerte Sun sich nicht. Allerdings erwartet das Unternehmen, dass ein Scheitern der Übernahme Kosten von bis zu 300 Millionen Dollar verursachen wird. Zudem könne dies zu einer negativen Darstellung in der Öffentlichkeit und einem schlechten Ruf bei Investoren führen, so Sun.

Themenseiten: Business, Oracle, Sun Microsystems, Übernahmen

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