Bericht: Sony und Ericsson erwägen Finanzhilfe für Handy-Joint-Venture

Alternativ wollen beiden Unternehmen für ein Darlehen bürgen. Ericsson bereitet sich auf zusätzlichen Kapitalbedarf des Gemeinschaftsunternehmens vor. Analysten schätzen den Fehlbetrag auf eine Milliarde Dollar.

Wie die Financial Times berichtet, erwägen Sony und Ericsson eine Finanzspritze für ihr Handy-Joint-Venture Sony Ericsson. Alternativ käme dem Bericht zufolge eine Bürgschaft für ein Darlehen in Frage.

Ericsson-CEO Carl-Henric Svanberg erklärte, es sei nicht unwahrscheinlich, dass das Gemeinschaftsunternehmen zusätzliches Kapital benötige. Seine Firma bereite sich auf diesen Fall vor. Laut Sony ist es noch zu früh für finanzielle Hilfen. Sollte das Joint Venture jedoch Geld benötigen, sei Sony darauf vorbereit, Kapital zur Verfügung zu stellen.

Nach Schätzungen des japanischen Finanzdienstleisters Nomura müssen Sony und Ericsson in diesem Jahr ihr gemeinsames Handygeschäft mit jeweils 500 Millionen Dollar unterstützen. Zu einer ähnlichen Einschätzung kommen Analysten der Investmentbank JP Morgan, die einen Jahresverlust von einer Milliarde Dollar für Sony Ericsson erwarten.

Im ersten Quartal hatte der derzeit viertgrößte Handyhersteller der Welt einen Fehlbetrag von 293 Millionen Euro verbucht. Als Ursache nannte das Unternehmen eine anhaltend schwache Nachfrage und einen Lagerabbau im Einzelhandel sowie in den Vertriebskanälen. Berichte, wonach Ericsson über einen Rückzug aus dem gemeinsamen Handygeschäft mit Sony nachdenke, hatte der schwedische Telekommunikationsausrüster Ende März zurückgewiesen.

Themenseiten: Business, Ericsson, Handy, Sony Ericsson, Sony Europe Limited; Zweigniederlassung Deutschland

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