Datendiebstahl: Hacker verlangt zehn Millionen Dollar Lösegeld

Nach dem Einbruch in eine US-Gesundheitsdatenbank hat der Erpresser verschlüsselte Kopien von über acht Millionen Datensätzen angefertigt und die Originale vernichtet. Die Gesundheitsbehörde hat bis 6. Mai Zeit, für das Passwort zu zahlen.

Ein Hacker hat sich Zugang zur Gesundheitsdatenbank des Virginia Department of Health Professions verschafft und Datensätze von über acht Millionen Schmerzmittel-Patienten entwendet. Anschließend hat er verschlüsselte Kopien angefertigt und die Originale gelöscht. Für die Herausgabe des Passworts fordert der Cyberkriminelle zehn Millionen Dollar.

Mit den Worten „I have your shit! In my possession, right now, are 8.257.378 patient records and a total of 35.548.087 prescriptions“ hat der Unbekannte den Datenklau auf der Website der staatlichen Gesundheitsbehörde bekannt gegeben. Gleichzeitig forderte er die Zahlung von Lösegeld bis zum 6. Mai. Andernfalls wolle er die Daten „auf dem freien Markt“ anbieten, heißt es in einem Erpresserbrief, der im Internet aufgetaucht ist.

Das Virginia Prescription Monitoring Program (PMP) soll Drogenmissbrauch bei Schmerzmittelpatienten verhindern und umfasst daher genaue Angaben zur Herausgabe von rund 35 Millionen Rezepten über Opiate und andere Schmerzmittel. Apotheker und Ärzte können über das System die Daten von Patienten einsehen, die verschreibungspflichtige Medikamente nachfragen. Somit besitzt der Hacker nun „Namen, Alter, Adressen, Sozialversicherungsnummern, Führerscheinnummern“ der in der Datenbank erfassten Personen. Derzeit ist der Server nicht erreichbar.

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Neueste Kommentare 

1 Kommentar zu Datendiebstahl: Hacker verlangt zehn Millionen Dollar Lösegeld

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  • Am 6. Mai 2009 um 18:35 von Oliver

    keine Datensicherung?
    hä?

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