Apple: Psystar hält Informationen im Mac-Klon-Prozess zurück

Das Unternehmen hat bisher keine Bilanzen vorgelegt. Der Psystar-CEO kann sich zudem angeblich nicht an Kosten, Einnahmen oder die Kalkulation seines Unternehmens erinnern. Apple will auch mögliche Geldgeber Psystars ermitteln.

Wie AppleInsider berichtet, hat sich Apple beschwert, dass Psystar im Prozess um den Mac-Klon „Open Computer“ Informationen über seine wirtschaftliche Lage zurückhält. Einem Brief (PDF) des Apple-Anwalts James G. Gilliland an den vorsitzenden Richter William Alsup zufolge hat Psystar keine monatlichen Gewinn- und Verlustrechnungen, keine Bilanzen und nur wenige ausgewählte Belege über Einnahmen und Kosten vorgelegt.

Rudy Pedrazza, Gründer und CEO von Psystar, habe ungefähr 90-mal erklärt, er kenne weder Details zu verkauften Stückzahlen, Kosten oder Profit noch die genaue Kalkulation seines Unternehmens oder erinnere sich zumindest nicht daran. Apple will im Rahmen der laufenden Beweisaufnahme auch die Identität möglicher Geldgeber des Unternehmens ermitteln. Anfang Dezember hatte Apple seine Klage auf zehn unbekannte Unterstützer des Mac-Klon-Herstellers ausgeweitet.

Der Richter soll nun Psystar anweisen, Unterlagen zu erstellen, die die finanzielle Situation des Unternehmens sowie seine Vermögenswerte und Schulden belegen. Darüber hinaus ist der Mac-Klon-Hersteller aufgefordert, neben CEO Rudy Pedrazza einen weiteren Vertreter zu benennen, der unter Eid über die wirtschaftliche Lage des Unternehmens aussagen kann.

Apple hatte im Juli des vergangenen Jahres eine Klage gegen Psystar wegen des Vertriebs von Mac-Nachbauten eingereicht. Die Beweisaufnahme endet am 26. Juni. Den ersten Verhandlungstag hat der Richter für den 9. November angesetzt.

Themenseiten: Apple, Hardware, Psystar, macOS

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