Siemens einigt sich mit Benq-Käufer Qisda

Details zu der Vereinbarung sind nicht bekannt. Eine Rückstellung in zweistelliger Millionenhöhe konnte der Konzern aber wieder freigeben. Zuvor hatte Siemens einen Vergleich mit dem Insolvenzverwalter der ehemaligen Handysparte geschlossen.

Siemens hat das Kapitel Benq Mobile nun endgültig abgeschlossen. Nachdem sich der Konzern im vergangenen November bereits mit dem Insolvenzverwalter der ehemaligen Handysparte auf einen Vergleich geeinigt hatte, ist nun auch der Streit mit dem taiwanischen Käufer Qisda beigelegt.

Welche Vereinbarung die beiden Unternehmen getroffen haben, teilte Siemens nicht mit. Eine Rückstellung in zweistelliger Millionenhöhe, wie aus den zeitgleich vorgelegten Quartalszahlen hervorgeht, konnte Siemens jedoch wieder freigeben.

Siemens und Qisda (ehemals Benq Corp) hatten sich gegenseitig des Betrugs bezichtigt. Qisda warf Siemens Insolvenzverschleppung vor.

Benq Corp hatte Siemens‘ defizitäre Handysparte im Juni 2005 übernommen. Im September 2006 kam das Aus für Benq Mobile, so dass über 3000 Mitarbeiter in Deutschland ihren Arbeitsplatz verloren. Im März 2007 wurde bekannt, dass sich die Schulden des Unternehmens auf 1,2 Milliarden Euro belaufen.

Themenseiten: Benq Mobile, Business, Siemens, Übernahmen

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