EU-Parlament verabschiedet neue Roaming-Gebühren

Zum 1. Juli 2009 dürfen Auslands-SMS maximal 11 Cent kosten. Handyanrufe aus dem Ausland fallen bis Juli 2011 auf 0,35 Euro pro Minute. Ab der 31. Sekunde müssen Betreiber sekundengenau abrechnen.

Heute hat das Europäische Parlament mit großer Mehrheit die neuen EU-Vorschriften (PDF) für SMS- und Datenroaming-Dienste verabschiedet, die von der EU-Kommission im September 2008 vorgeschlagen worden waren. SMS-Nachrichten aus dem EU-Ausland dürfen ab dem 1. Juli 2009 höchstens 11 Cent kosten, anstatt heute 28 Cent.

Zudem werden Roamingpreise für Handygespräche weiter sinken: Die Obergrenze für einen Handyanruf aus dem Ausland wird bis Juli 2011 schrittweise von heute 0,46 auf 0,35 Euro pro Minute fallen. Der Minutenpreis für im Ausland erhaltene Anrufe sinkt von heute 0,22 auf 0,11 Euro.

Dabei müssen Betreiber Gebühren für Roaminganrufe ab der 31. Sekunde sekundengenau berechnen. Voraussichtlich noch vor den Sommerferien werden europäische Verbraucher für ihre Handynutzung im Ausland bis zu 60 Prozent weniger zahlen.

EU-Kommissionspräsident Manuel Barroso begrüßte die Entscheidung des Europäischen Parlaments: „Nach diesem Votum ist Europa zweifellos der attraktivste Kontinent für Mobilfunknutzer. Ich gehe davon aus, dass sich dies sehr schnell in einem noch stärkeren Wachstum der Mobilfunk-Datendienste in der EU niederschlagen wird.“ EU-Telekomkommissarin Viviane Reding sagte: „Die heutige Abstimmung markiert das definitive Ende der Roaming-Abzocke in Europa.“

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