Nokia dementiert Gerüchte um fehlerhafte Handys aus Bochum

Hacker zahlen in Untergrundforen bis zu 25.000 Euro für ein gebrauchtes Nokia 1100. Durch einen Softwarefehler lassen sich mit dem Mobiltelefon angeblich SMS-Nachrichten mit eTANs von Banken abfangen.

Nokia hat laut PC World Berichte dementiert, wonach in Bochum hergestellte Handys vom Typ Nokia 1100 einen Softwarefehler aufweisen. Hacker haben nach Angaben des niederländischen Unternehmens Ultrascan Advanced Global Investigations in Untergrundforen extrem hohe Preise von bis zu 25.000 Euro für dieses Modell gezahlt.

Dem Bericht zufolge nutzen die Hacker die in Bochum hergestellten Handys, um Kurznachrichten mit sensiblen Inhalten wie fürs Online-Banking verschickte mobile TANs (mTAN) abzufangen. Demnach soll es möglich sein, mit einem Nokia 1100 aus Bochum die Handy-Nummer eines anderen Teilnehmers zu nutzen und auch dessen SMS zu empfangen.

Nokia hat nach eigenen Angaben jedoch keinen Fehler in der Software des 1100 gefunden, der die angeblichen Manipulationen ermöglicht. Die SIM-Karte mit der Telefonnummer verfüge zudem über eigene Sicherheitsmechanismen, die unabhängig vom verwendeten Mobiltelefon arbeiteten.

Ultrascan will in den nächsten Tagen ein Gerät aus der Bochumer Produktion untersuchen. Bislang seien noch keine technischen Details zu den Manipulationen bekannt, sagte Mitarbeiter Frank Engelsmann.

Nokia hatte das 1100 im Jahr 2003 als Einstiegsmodell für unter 100 Euro auf den Markt gebracht. Von dem nur noch gebraucht erhältlichen Gerät verkaufte der finnische Handyhersteller mehr als 200 Millionen Stück weltweit.

Themenseiten: Hacker, Handy, Mobil, Mobile, Nokia

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