Südkorea ermittelt gegen YouTube

Hintergrund ist die gegen Südkoreaner verhängte Upload-Sperre. Der Videodienst verweigert die von der Regierung geforderte Identitätsabfrage. YouTube-Nutzer sollen ihre Videos nun über internationale Portale ins Internet stellen.

Wie die koreanische Zeitung Hankyoreh berichtet, prüft die Korea Communications Commission (KCC), ob Google und das Tochterunternehmen YouTube in Südkorea gegen bestehende Gesetze verstoßen. Die Regulierungsbehörde reagiert damit auf eine Entscheidung YouTubes, die von der KCC geforderte Identifizierung von Nutzern nicht einzuführen und stattdessen die Upload- und Kommentarfunktion auf YouTube Korea zu deaktivieren.

Hintergrund ist ein koreanisches Gesetz, das von Websites mit mehr als 100.000 Besuchern täglich verlangt, die Identität eines Nutzers zu überprüfen, bevor dieser Inhalte im Internet veröffentlichen kann. Der Videodienst beruft sich bei seiner Weigerung, dieses Gesetz einzuhalten, auf das Recht der freien Meinungsäußerung. Darüber hinaus empfahl YouTube seinen Nutzern in Südkorea, das Verbot zu umgehen und Filme über YouTube-Portale in anderen Ländern anonym ins Internet zu stellen.

Dem Bericht zufolge richten sich die Untersuchungen der KCC nicht nur gegen YouTube, sondern auch gegen andere Dienste, die Google in Südkorea anbietet. Die Zeitung bezeichnet das Vorgehen der Behörde als „kindisch“ und als einen Versuch, „Kritik im Internet zu unterdrücken“.

Themenseiten: Google, Telekommunikation, YouTube, Youtube

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