Bericht: Cyberattacke auf US-Stromnetz

Die Angreifer haben angeblich Software in die Systeme der Stromversorger eingeschleust, mit der sich das Stromnetz kontrollieren lässt. Der US-Geheimdienst verdächtigt unter anderem China und Russland.

Cyberkriminelle haben sich offenbar Zugang zu den Systemen des US-Stromnetzes verschafft und dort Software hinterlassen, um die Kontrolle über die Stromversorgung der USA zu übernehmen. Das berichtet das Wall Street Journal unter Berufung auf US-Sicherheitskreise.

Demnach könnten die Hacker aus China, Russland und einigen anderen Ländern stammen. „Die Chinesen haben versucht, unsere Infrastruktur wie das Stromnetz auszuspionieren“, sagte ein Geheimdienstbeamter. „Gleiches gilt für die Russen.“

Sowohl der Sprecher der chinesischen US-Botschaft als auch der Sprecher der russischen US-Botschaft bestritten die Vorwürfe. Dem WSJ-Bericht zufolge nehmen die Angriffe ständig zu. Die Hacker hätten bislang nicht versucht, das Stromnetz zu beschädigen. Das könne sich im Krisenfall jedoch ändern. Weitere potenzielle Ziele seien auch die Wasser- und die Abwasserversorgung.

In den vergangenen sechs Monaten hat das Pentagon über 100 Millionen Dollar für die Abwehr von Cyberangriffen ausgegeben. Neben Technologien wurden mit dem Geld auch Schulungen und Maßnahmen finanziert, um Schadsoftware von befallenen Rechnern zu entfernen.

Doch nicht nur die USA sind betroffen, auch die Angriffe auf die Bundesregierung nehmen zu. Hauptangriffsziel ist das Auswärtige Amt. Pro Jahr werden Hunderte Versuche gestartet, Spionageprogramme per E-Mail einzuschleusen. Allein an den beiden zentralen Internet-Schnittstellen des Informationsverbunds Berlin-Bonn wurden rund 600 Angriffe festgestellt.

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1 Kommentar zu Bericht: Cyberattacke auf US-Stromnetz

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  • Am 11. April 2009 um 4:41 von Martin Brotzler

    Kriege werden über das Internet geführt – Ist das Internet Teufelswerk?
    Meine Rede, die ich als Internet Experte schon lange an verschlossene Türen rede. Die zukünftigen Kriege werden nicht mehr mit teuren Jagdgeschwader und Bomben ausgeführt, sondern erfolgen direkt über das Internet. Unsere Gesellschaften sind derart abhängig vom Internet, da ist es nicht verständlich, warum die Regierungen solange so wenig für die Sicherheit getan haben. Gerade als FDP Mitglied warne ich seit Jahren eindringlich, dass wir den Schutz deutlich erhöhen müssen, jetzt auf einmal werden 100 Millionen Dollar bereit gestellt, dabei hätte die Entwicklung sehr viel günstiger sein können, wenn von vorneherein die Entwicklung mit der Sicherheit mitgezogen hätte. Nun, wichtig ist aber, dass jetzt etwas getan wird, denn das Internet ist mittlerweile eines der höchsten Wirtschaftsgüter der hochtechnolisierten Welt. Übrigens, ich bin auf den Artikel gestossen, da ich durch http://www.microstrom.com alle Meldungen auf den Tisch bekomme, die mit Strom zu tun haben. Ist das Internet Teufelswerk? Nun, im hebräischen wird jeder Buchstabe einer Zahl zugeordnet, zu ersehen bei Wikipedia (http://de.wikipedia.org/wiki/Hebräisches_Alphabet#Buchstaben). Der Buchstabe w wird der Zahl 6 zugeordent, folglich wird das www den Zahlen 666 zugeordnet. Die Zahl 666 steht in vielen Religionen für den Teufel.
    Noch Fragen? Darüber sollte sich jeder selber seine Gedanken machen.
    Hochachtungsvoll
    Ihr Martin Brotzler
    http://www.martinbrotzler.de

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