Nvidia klagt gegen Chipsatz-Verbot für Intel-Nehalem-CPUs

Eine zuvor von Intel beantragte einstweilige Verfügung soll gegen ein Lizenzabkommen verstoßen. Nvidia will im Gegenzug auch die Intel gewährten Lizenzen für Grafikpatente aufkündigen.

Nvidia hat bei einem Gericht im US-Bundesstaat Delaware Klage gegen Intel eingereicht. Der Grafikhersteller reagiert damit auf die von Intel im Februar beantragte einstweilige Verfügung, die Nvidia verbietet, Chipsätze für Intels Nehalem-Prozessoren auf den Markt zu bringen. Darin sieht Nvidia einen Verstoß gegen ein gegenseitiges Lizenzabkommen.

Mit seiner Gegenklage will Nvidia Intel auch den bislang gewährten Zugriff auf sein Patentportfolio untersagen. „Wir haben die Rechtsstreitigkeiten nicht ausgelöst“, sagte Nvidia-CEO Jen-Hsun Huang. „Intels Vorgehen soll uns davon abhalten, die Lizenzrechte zu nutzen, die sie uns eingeräumt haben.“

Intel und Nvidia hatten 2004 einen Lizenzvertrag unterzeichnet, der Nvidia die Herstellung von Chipsätzen für Intel-Prozessoren erlaubt und im Gegenzug Intel Rechte an Grafikpatenten von Nvidia einräumt. Die beiden Unternehmen verhandeln nach eigenen Angaben seit einem Jahr darüber, ob die Lizenz auch für Prozessoren gilt, die wie Nehalem über einen eigenen Speichercontroller verfügen.

Themenseiten: Business, Chipsätze, Intel, Nehalem, Nvidia

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