Gartner: Outsourcing-Preise fallen um durchschnittlich 10 Prozent

Die Spanne des Preisverfalls soll in den nächsten zwei Jahren zwischen 5 und 20 Prozent liegen. Als Ursachen nennen die Marktforscher die Wirtschaftskrise und geringere IT-Ausgaben. Indische Anbieter trifft der Preisverfall besonders hart.

Das Marktforschungsunternehmen Gartner schätzt, dass die Preise für ausgelagerte IT-Dienstleistungen in den nächsten zwei Jahren zwischen 5 und 20 Prozent fallen werden. Im laufenden Jahr sollen sie durchschnittlich um 10 Prozent zurückgehen. Als Gründe nennen die Marktforscher das unsichere Wirtschaftsklima, Einschränkungen bei den IT-Ausgaben und einen härteren Konkurrenzkampf.

„Der Preisverfall ist die Folge der zunehmenden Konkurrenz zwischen traditionellen und neuen Anbietern, die aggressiv vorgehen, um ihre geplanten Wachstumszahlen zu erreichen“, erklärte Claudio Da Rold, Analyst bei Gartner. Viele Unternehmen versuchten zudem, die Preise und Bedingungen bestehender Verträge neu zu verhandeln.

Der Analyst erwartet, dass der Preisverfall die Outsourcing-Unternehmen in Indien besonders hart treffen wird. Der Terror-Anschlag in Mumbai, der Bilanzskandal des IT-Dienstleisters Satyam, der schwankende Wechselkurs der indischen Rupie und die auch in Indien steigenden Gehälter erhöhten zusätzlich den Druck auf die lokalen Anbieter.

Laut Gartner sollten Unternehmen jedoch nicht versuchen, besonders niedrige Preise für neue Outsourcing-Verträge zu verhandeln. „Dadurch werden die Dienste der Anbieter nicht sicherer“, so Da Rold. Auch fördere dies keine positive Beziehung zwischen Auftraggeber und Lieferant und könne die Qualität der Dienstleistungen belasten.

Themenseiten: Business, Gartner, Marktforschung, Outsourcing

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