IDC-Studie: Wirtschaftskrise fördert Linux-Verbreitung

53 Prozent der Befragten wollen den Einsatz von Linux auf Servern ausweiten. Im Desktop-Bereich fällt der Zuspruch mit 48 Prozent geringer aus. Fast zwei Drittel berichten von gesunkenen IT-Budgets.

Laut einer IDC-Studie planen 53 Prozent der befragten Unternehmen, als Reaktion auf die Wirtschaftskrise den Einsatz von Linux auf Servern auszuweiten. 48 Prozent wollen das Open-Source-OS vermehrt auf Desktop-Computern einsetzen. Für die Studie haben die Marktforscher im Februar IT-Führungskräfte von 330 Unternehmen mit 100 oder mehr Mitarbeitern befragt.

97 Prozent der Unternehmen verwenden der Studie zufolge ein Server-Betriebssystem von Microsoft, 39 Prozent Unix und 55 Prozent arbeiten mit mindestens einem Linux-Server. Von den Teilnehmern sprachen sich 27 Prozent gegen eine Ausweitung von Linux aus. 22 Prozent hatten bereits Maßnahmen für die Einführung zusätzlicher Linux-Systeme eingeleitet.

Auf Client-Seite besteht mehr Skepsis gegenüber Linux. Hier lehnten 32 Prozent eine Ausweitung von Linux ab und nur 20 Prozent erklärten, sie prüften derzeit die Einführung von Linux als Desktop-Betriebssystem. Laut IDC könnten vor allem günstige Netbooks zu einer größeren Verbreitung des Betriebssystems beitragen.

„Schwierige wirtschaftliche Rahmenbedingungen unterstützen aufstrebende Technologien und die Einführung kosteneffizienter Lösungen“, sagt Al Gillen, Studienautor und Software-Analyst bei IDC. Im Gegenzug bestrafe die Rezession nicht konkurrenzfähige Angebote. Fast zwei Drittel der befragten IT-Führungskräfte erklärten, ihre Budgets seien gesunken und Investitionen würden auf notwendige Maßnahmen beschränkt.

Themenseiten: Betriebssystem, IDC, Linux, Open Source, Software, Studie

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