Deutscher Wetterdienst setzt ab sofort NEC-Supercomputer ein

Der Vektorrechner SX-9 soll die bisherige Leistung um das 45-fache steigern. Er ist mit dem angeblich weltweit stärksten Vektorprozessor ausgerüstet. Der Wetterdienst kann künftig auch Vorhersagen für deutsche Anrainerstaaten berechnen.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Offenbach wird am 19. März einen neuen Superrechner in Betrieb nehmen. Mit dem Vektorrechner SX-9 von NEC will der DWD bis zum Jahr 2010 die Rechenleistung um das 45-fache im Vergleich zu den Computern des Vorgängersystems steigern und so die Qualität von Wetter- und Unwettervorhersagen deutlich erhöhen. Damit sieht sich der DWD in der Lage, die Wetterprognose nicht nur für Deutschland, sondern auch für die Anrainerstaaten mit einer räumlichen Auflösung von 2,8 Kilometern zu berechnen. Der NEC-SX-9-Computer ist mit dem angeblich weltweit stärksten Vektorprozessor von über 100 Gigaflops ausgestattet.

Insgesamt besteht das Vorhersagesystem beim Deutschen Wetterdienst aus zwei unabhängigen Clustern mit den dazugehörigen Datenverarbeitungssystemen. Diese Konfiguration soll für höchste Ausfallsicherheit sorgen. In Phase 1 der Installation liefert jedes NEC-SX-9-Cluster viereinhalb Teraflops reale Applikationsleistung. Bis 2010 soll diese Leistung auf über 11 Teraflops pro Cluster erhöht werden.

Eine Verbesserung der Wettervorhersage erwartet man sich beim DWD von der Ensemble-Methode, bei der 20 oder mehr Vorhersagen gleichzeitig gestartet werden. Gerhard Steinhorst, Leiter des DWD-Bereiches Wettervorhersage: „Der neue Supercomputer kann aufgrund seiner enormen Leistungsfähigkeit Ensembles mit mehr Physik rechnen, die helfen, Gewitterzellen, starke Regenfälle, Hagelschlag und starke Windböen besser als bisher vorherzusagen. So wird auch das Warnmanagement des DWD optimiert.“

Themenseiten: Business, NEC, Supercomputing

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