Ericsson beschleunigt VDSL2 auf 500 MBit/s

Ein Test über eine Distanz von 500 Metern verlief erfolgreicht. Vectorised VDSL nutzt vorhandene Kupferkabel. Die Technik reduziert die Interferenzen zwischen einzelnen Aderpaaren.

Ericsson hat ein Verfahren entwickelt, um Datenübertragungsraten von VDSL2 um den Faktor 5 zu beschleunigen. Mit der als „Vectorised VDSL2“ bezeichneten Technik hat das Unternehmen in einem Test bei einer Kabellänge von 500 Metern eine Geschwindigkeit von mehr als 500 MBit/s erreicht. Das theoretische Limit im Up- und Downstream des VDSL2-Standards lag bisher bei 100 MBit/s.

Zur Verbesserung der Übertragungsgeschwindigkeit reduziert Ericsson die Interferenzen zwischen den einzelnen verdrillten Aderpaaren eines Kabelstrangs. Nach Auskunft des Unternehmens kann Vectorised VDSL2 mit vorhandenen Kupferleitungen genutzt werden. Das erleichtere auch den für VDSL2 notwendigen Netzausbau, da Netzbetreiber für die letzte Meile die vorhandene Infrastruktur verwenden könnten, so Ericsson.

Als weiteren Vorteil von Vectorised VDSL2 nannte der Telekommunikationsausrüster ein besseres Energiemanagement und einen geringeren Energieverbrauch. Ericsson erwartet, dass der Standard für Vectorised VDSL2 bis zum Jahresende verabschiedet wird.

Themenseiten: Breitband, Ericsson, Telekommunikation

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1 Kommentar zu Ericsson beschleunigt VDSL2 auf 500 MBit/s

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  • Am 18. März 2009 um 13:06 von A.Berger

    SUPER Marketing Gag! – Ericssons Marketing Leute haben einfach mehr Mum
    Klingt Super – Ich bin in der Entwicklung tätig und was nicht erwähnt wird: Das ist keine Ericsson Leistung sondern derzeitiger IndustrieStandard (im R&D Bereich) mit Chipset-Prototypen für VDSL2 – Voraussetzungen: 6 Kupferdoppeladern die gebündelt werden sowie 500 m Leitungslänge – Auf einer einzelnen Kupferdoppelader sind 80-90Mbit pro Leitung bei 500m heute von mehreren Herstellern verfügbar. Das mal 6 >=500Mbit. Aber welcher Haushalt hat schon 6 Kupferdoppeladern? Uebrigens geht Bonding seit Jahren auch mit ADSL2+, da hat sich das aus den gleichen Gründen nicht durchgesetzt. TROTZDEM eines zeigt das: Ericssons Marketing-Leute haben einfach mehr Mum als ihre deutschen Kollegen bzw. unsere Marketingabteilung!!!

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