CeBIT: Nero Move it nutzt GPU-Rechenpower

Nvidias CUDA-Schnittstelle hilft der Software beim Umwandeln von Videos . In Verbindung mit einer Geforce-Grafikkarte soll das Encoding deutlich schneller als mit rein CPU-basierten Lösungen ablaufen. Im April will Nero die Software ausliefern.

Der durch seine Brennsuite Nero bekannt gewordene gleichnamige Softwarehersteller hat heute auf der CeBIT eine für CUDA-fähige Grafikkarten von Nvidia optimierte Version der Videoencoding-Software Nero Move it angekündigt. Nutzer der Software erhalten das Update im April kostenlos. Für Neukunden kostet Nero Move it 49,99 Euro.

Durch die CUDA-Technologie nutzt Nero Move it die mit bis zu 240 parallelen Recheneinheiten ausgestatteten Nvidia-Grafikprozessoren. Laut Nero verkürze sich der Rechenaufwand für das Encoden eines iPod-Videos beträchtlich. Noch mehr Zeit spare der Anwender beim Erstellen von Full-HD-Videoinhalten im H.264-Videokompressionsstandard.

Das Angebot von Applikationen, die die Rechenkraft von Grafikprozessoren nutzen, nimmt zu. Bereits im Januar hatte Cyberlink eine für Nvidia- und ATI-Grafikchips optimierte Version seiner Software PowerDirector veröffentlicht. Die von ZDNet.de durchgeführten Tests bestätigen die enormen Leistungsgewinne durch die Nutzung des Grafikprozessors für das Umwandeln eines Videos. Während der Quad-Core-Prozessor Phenom II 940 für das Encoden 242 Sekunden benötigt, erledigt der Geforce-Chip diese Aufgabe in 72 Sekunden.

Inzwischen erkennen viele Software-Hersteller die Möglichkeiten, die der Grafikchip im Hinblick auf die Performance bieten kann. Microsoft will beispielsweise mit DirectX 11 und dem sogenannten Compute Shader Model, das in Windows 7 Einzug halten soll, eine standardisierte Schnittstelle anbieten, die es Entwicklern einfacher macht, die enorme Rechenkraft der GPU für ihre Anwendungen zu nutzen. Auch Apple plant mit dem nächsten Mac OS, Codename Snow Leopard, die GPU mittels der OpenCL-Schnittstelle zu unterstützen.

Themenseiten: CeBIT, Grafikchips, Hardware, Messe, Nehalem, Nvidia, Prozessoren, Shanghai, Software

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