Microsoft beendet Support für Windows 2003 SP1

Nach dem 14. April 2009 wird es kein Aktualisierungen mehr geben. Der EMEA-Sicherheitschef warnt vor einem zweiten Conficker-Problem. Alle Nutzer sollen möglichst bald auf Service Pack 2 upgraden.

Microsoft wird den Support von Windows Server 2003 SP1 zum 14. April 2009 einstellen. Nach diesem Datum will Microsoft auch keine Sicherheitslücken mehr patchen. Das gab Roger Halbheer, Chief Security Advisor von Microsoft EMEA, in einer "Pre-Warning" bekannt.

Halbheer warnte in diesem Zusammenhang vor einem neuen Conficker-Szenario. Ein großer Teil der infizierten Rechner sei mit einem nicht länger unterstützten Betriebssystem ausgestattet gewesen, für das es keine Updates mehr gebe.

Microsoft stehe zu seinem Versprechen, dass für alle Betriebssysteme mindestens zehn Jahre lang Support geleistet werde. Fünf Jahre lang gebe es eine Standardunterstützung. Darüber hinaus werde es mindestens fünf weitere Jahre lang erweiterten Support geben, was auch die Bereitstellung von Security-Fixes beinhalte.

Für Betriebssysteme, die nicht mit dem aktuellen Service Pack versehen werden, leiste Microsoft jedoch nur noch 12 oder 24 Monate Support. Für Windows gelten 24 Monate, die jedoch im April abgelaufen seien, schreibt Halbheer.

Ein Upgrade auf ein neues Service Pack bereitet Unternehmenskunden vor allem auf Servern jedoch regelmäßig Probleme. Viele Serveranwendungen, insbesondere von Drittherstellern, verweigern nach der Installation ihren Dienst. Andere Anwendungen werden von ihren Herstellern mit dem neuen Service Pack nicht unterstützt.

Speziell für das Service Pack 2 von Windows Server 2003 fand ZDNet bereits im Mai 2007 zahlreiche Inkompatibilitäten und Bugs. So werden sporadisch RPC-Anfragen mit einer falschen Fehlermeldung beantwortet. Einige WMI-Parameter werden plötzlich aufgrund eines offensichtlichen Dokumentationsfehlers in der Einheit Kilobyte statt Byte zurückgegeben. Außerdem kann man von Vista und Windows Server 2008 aus mit den Remote Desktop Services in hoher Auflösung, beispielsweise 2560×1600, nur in 256 Farben zugreifen.

Derartig unterschiedliches Verhalten zwischen den Service Packs 1 und 2 in vielen Bereichen muss zwangsläufig dazu führen, dass einige Anwendungen mit dem neuen Service Pack nicht mehr funktionieren werden.

Themenseiten: Betriebssystem, Microsoft, Server, Servers, Software, Windows

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