Gartner: Desktop-PC-Absatz bricht 2009 um 32 Prozent ein

Der Markt für Notebooks wächst weiter - aber nur wenig. Lediglich für Mini-Notebooks erwartetet Gartner starke Zuwächse. Ihre Verkaufszahlen sollen sich 2009 fast verdoppeln.

Gartner prognostiziert der PC-Industrie den stärksten Rückgang der Verkaufszahlen in ihrer Geschichte. Die Marktforscher rechnen für 2009 lediglich mit 257 Millionen verkauften PCs. Tritt diese Prognose ein, würden dieses Jahr fast zwölf Prozent weniger PCs abgesetzt als 2008.

Der bereits länger anhaltende Trend weg vom Desktop-PC verstärkt sich laut Gartner dieses Jahr noch. Die aktuelle Prognose geht für 2009 von 101,4 Millionen Stück aus, fast 32 Prozent weniger als 2008. Die Zahl der verkauften mobilen Rechner schätzt Gartner für 2009 auf 155,6 Millionen Stück. Das sind neun Prozent mehr als 2008.

Das Wachstum werde vor allem durch das weiterhin starke Segment der Mini-Notebook (Netbooks) beflügelt. Die Netbook-Verkäufe für 2009 schätzt Gartner auf 21 Millionen Stück, fast doppelt so viel wie 2008 (11,7 Millionen). Ohne Netbooks nähme die Zahl der verkauften mobilen Rechner laut Gartner 2009 nur um 2,7 Prozent zu.

Laut aktuellen IDC-Zahlen dominiert Acer den Markt für Netbooks. Der Hersteller hat IDC zufolge im vierten Quartal mit 1,095 Millionen und einem Marktanteil von 30,3 Prozent die meisten Netbooks im EMEA-Raum verkauft. Knapp dahinter folgt Asus mit einem Anteil von 28 Prozent, vor Hewlett-Packard mit 7 Prozent und Samsung mit 6,4 Prozent.

„Der Markt für Mini-Notebook steht vor einer Aufspaltung“, meint Gartner-Expertin Angela McIntyre, „da die Hersteller zusätzlich zu 7- und 8-Zoll-Modellen immer mehr Systeme mit 9 und 10 Zoll großem Bildschirmen anbieten.“ Beispielsweise kursierten kürzlich Gerüchte, denen zufolge Asus künftig keine Netbooks mit 9-Zoll-Display mehr anbieten will.

McIntyre, glaubt, dass die Kaufneigung der Verbraucher zu größeren Systemen mit umfangreicheren Fähigkeiten hin tendiert: 8,9-Zoll-Monitore seien in der zweiten Jahreshälfte 2008 Standard gewesen. Zwar würden größere Systeme auch mehr kosten, die fallenden Preise glichen das aber zumindest zum Teil wieder aus. „Ende 2008 lag der durchschnittliche Preis für ein Mini-Notebook mit 8,9-Zoll-Bildschirm, Microsoft Windows XP und 160-GByte-Festplatte in den USA bei durchschnittlich 450 Dollar. Wir rechnen damit, dass ein vergleichbares Gerät Ende 2009 bei 399 Dollar liegen wird.“

Themenseiten: Business, Desktop, Hardware, Notebook, Studie

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