Mobile Security: echte und aufgebauschte Gefahren

Eine neue IDC-Studie sieht eine steigende Malware-Bedrohung für mobile Geräte. Gezählt werden allerdings auch Notebooks und sogar USB-Sticks. Wie groß ist also die tatsächliche Bedrohung, und wie kann man sie reduzieren?

Wie setzen deutsche Firmen mobile Geräte ein? Und welche Gefahren fürchten sie deswegen für ihre Daten? Diese Leitfragen hat IDC in einer aktuellen Studie untersucht. Dazu haben die Marktforscher rund 150 IT-Verantwortliche in Firmen befragt. Bedingung für die Teilnahme war, dass die Mitarbeiter insgesamt mindestens 100 mobile Endgeräte einsetzen.

Die Ergebnisse der Studie „IT-Sicherheit bei mobilen Endgeräten und bei drahtloser Übertragung – Status quo und Trends in Deutschland, 2008/2009“ zeichnen allerdings ein schiefes Bild. Denn die Methoden von IDC lassen in einigen Punkten mehr Fragen offen, als sie beantworten.

Ein wenig überraschendes Ergebnis: Die Mitarbeiter der befragten Firmen werden immer mobiler. Bei den befragten Betrieben waren vergangenes Jahr ein Drittel der User unterwegs, 2010 sollen es bereits knapp die Hälfte der Anwender sein. Das hat mehrere Gründe. Die Firmen schätzen, dass ihre Mitarbeiter dank der mobilen Geräte produktiver arbeiten. Sie sind zudem besser, weil überall erreichbar, können vor Ort auf Daten wie Preislisten oder Vertragsmasken zugreifen oder vom Home-Office aus arbeiten. Ein klares Tätigkeits- oder Berufsprofil des typischen mobilen Anwenders hat IDC nicht ermitteln können. Zu unterschiedlich seien die Ausprägungen je nach Branche.

Einen weiteren Grund für den Ausbau des mobilen Geräteparks sehen die Marktforscher im Preisverfall: Weil mobile Endgeräte immer günstiger werden, setzen Betriebe sie immer häufiger ein. Dieser Trend werde durch neue Gerätetypen wie die Netbooks noch begünstigt, glaubt Martin Haas, Director Research & Consulting bei IDC.

Wer mobile Mitarbeiter beschäftigt, ist im Umkehrschluss daran gewöhnt, fremde User in sein eigenes Netzwerk zu lassen. Darauf weisen die Umfrageergebnisse zur „Einbindung externer Nutzer“ hin: Nahezu 60 Prozent der Befragten gaben an, ausgewählte Partner, Berater oder Kunden in die eigene Netzinfrastruktur hineinzulassen.

Die Grenzen zwischen innen und außen sind dadurch aufgehoben. Endgeräte nebst den Daten sind ständig in Bewegung, weil interne User immer mobiler werden und externe User von außen hereinkommen. Welche Risiken entstehen Firmen durch diese Entwicklung?

Themenseiten: Big Data, Datendiebstahl, Hacker, IT-Business, Kaspersky, Marktforschung, Mittelstand, Studie, Technologien, Trend Micro, Utimaco

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