Qimonda erhält keine Unterstützung aus Brüssel

EU-Kommissar Günter Verheugen sieht keine Möglichkeit der Hilfe. Die angeschlagene Infineon-Tochter sucht daher weiterhin Investoren und bemüht sich um Kredite. Auch ein Verkauf von Beteiligungen scheint möglich.

Die angeschlagene Infineon-Tochter Qimonda wird keine Hilfe von der Europäischen Union erhalten. In einem Gespräch mit Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich erklärte Günter Verheugen, Vizepräsident der EU-Kommission, dass die EU über keinerlei Instrumente für die Unterstützung von Qimonda verfüge.

Tillich hatte zuvor auf die besondere Verantwortung Brüssels hingewiesen. Er forderte die EU-Kommission auf, Förder- und Beihilferegeln zu schaffen, um die europäische Halbleitertechnologie zu erhalten.

Im Mittelpunkt des heutigen Gesprächs in Brüssel standen die strategische Orientierung der europäischen Industriepolitik und insbesondere die Zukunft der Halbleiterindustrie in Europa. Der EU-Kommissar machte zwar deutlich, dass er Sachsens Auffassung über die wichtige Rolle der Halbleiterindustrie in Europa teile, die EU aber dennoch keine Möglichket habe, dem Unternehmen unter die Arme zu greifen.

Daher ist Qimonda weiterhin auf der Suche nach Investoren. Gleichzeitig bemüht sich das Unternehmen auch um weitere Kredite, um die Produktion in den kommenden Monaten am Laufen zu halten.

Zu diesem Zweck bereitet die Infineon-Tochter auch den Verkauf von Beteiligungen vor. Branchenkreisen zufolge kommt dafür beispielsweise die Mehrheitsbeteiligung an dem zusammen mit dem Solarzellen-Hersteller Centrosolar betriebenen Gemeinschaftsunternehmen Itarion in der Nähe von Porto (Portugal) in Frage.

Themenseiten: Business, European Union, IT-Jobs, Qimonda

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