So sieht ein sparsames Rechenzentrum aus

Über Green-IT wird viel gesprochen, konkrete Beispiele, die sich auch in der Praxis als alltagstauglich erwiesen haben, sind dagegen rar. Eine vom Borderstep-Institut im Auftrag des Bundesumweltministeriums erstelle Übersicht schildert elf vorbildliche Projekte.

Das Borderstep-Institut hat im Auftrag des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) vorbildliche Beispiele zur Steigerung der Energieeffizienz in Serverräumen und Rechenzentren recherchiert und in einer Broschüre zusammengestellt. Diese baut im Wesentlichen auf einem Leitfaden mit Vorschlägen zur Senkungen von Energieverbrauch und Stromkosten auf, die das Institut ebenfalls im Auftrag des BMU vor einigen Monaten erstellt hat. Darin werden als grundlegende Schritte zur Effizienzsteigerung Konsolidierung und Virtualisierung empfohlen, denn Abwärme, die gar nicht erst erzeugt wird, muss auch nicht gekühlt werden.

Es finden sich aber auch Anstöße, über die tatsächlichen Anforderungen nachzudenken, beispielsweise bei Festplatten: Denn schneller bedeutet auch mehr Stromverbrauch – wobei aber viele Anwendungen durchaus mit geringeren Geschwindigkeiten auskommen. Vergleichbares gilt bei der Datenspeicherung: Nicht benötigte Daten sollte man löschen. Eventuell werden dadurch sogar Geräte frei, oder die Neuanschaffung lässt sich hinausschieben.

Der größte Teil des Leitfadens beschäftigt sich jedoch mit der Kühlung und der Stromversorgung von Rechenzentren. Denn diese auf den ersten Blick wenig spannenden Bereiche seien für etwa die Hälfte des Energieverbrauchs verantwortlich. Außerdem wird vermutet, dass hier das größte Optimierungspotenzial vorhanden ist, das sich zudem noch ohne möglicherweise riskante Eingriffe in die Serverlandschaft erschließen lässt.

Ausführlich befasst sich der Leitfaden zudem mit unterbrechungsfreien Stromversorgungen (USV). Zunächst erscheint der Unterschied von Wirkungsgraden von 89 oder 95 Prozent gering. An anschaulichen Beispielen zeigt die Broschüre aber auf, welche Effekte er auf lange Sicht hat – sowohl was Energiebedarf als auch Energiekosten anbelangt.

Die neue Boschüre „Energieeffiziente Rechenzentren – Best-Practice-Beispiele aus Europa, USA und Asien“ zeigt auf, welche Einsparungen sich mit welchen Maßnahmen erzielen lassen. Sie enthält elf Beispiele aus der Praxis – vom Serverraum einer Schule bis zum Rechenzentrum eines Providers. Auch die Methoden, mit denen die Einsparungen erreicht wurden, unterscheiden sich erheblich: von der Umstellung auf Server-based-Computing bis zu neuartigen Ideen zur Klimatisierung.

Themenseiten: Green-IT, IT-Business, Mittelstand, Technologien

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