Studie warnt vor Datendiebstählen durch Ex-Mitarbeiter

Viele Unternehmen vernachlässigen bei Entlassungen den Datenschutz. 60 Prozent der Angestellten nehmen beim Ausscheiden vertrauliche Daten mit. Die meisten Datendiebe sind unzufrieden mit ihrem Arbeitgeber.

Eine Studie des Ponemon Institute hat ergeben, dass unter ehemaligen Mitarbeitern Datendiebstähle weit verbreitet sind. Von 950 Befragten, die in den vergangenen zwölf Monaten ihren Job kündigten oder entlassen wurden, nahmen 60 Prozent unerlaubt vertrauliche Daten mit. Darunter waren Adresslisten von Kunden oder andere Informationen, die nach Ansicht der Umfrageteilnehmer bei einer neuen Arbeitsstelle nützlich sein könnten.

„Ich glaube nicht, dass sich diese Leute als Diebe betrachten“, sagte Larry Ponemon, Gründer des Ponemon Institute. „Sie haben das Gefühl, sie hätten das Recht, die Daten mitzunehmen, weil sie die Informationen selbst beschafft haben oder weil sie mehr damit anfangen können als ihr ehemaliger Arbeitgeber.“

Der Studie zufolge besteht ein Zusammenhang zwischen den Datendiebstählen und der Einstellung des Mitarbeiters zu seinem Arbeitgeber. 60 Prozent der Datendiebe äußerten sich bei der Befragung negativ über ihre frühere Firma.

Die Zahlen des Ponemon Institute besagen jedoch auch, dass viele Unternehmen bei Entlassungen den Datenschutz vernachlässigen. 82 Prozent der Umfrageteilnehmer gaben an, beim Verlassen des Unternehmens nicht kontrolliert worden zu sein. 24 Prozent hatten auch nach der Beendigung des Arbeitsverhältnisses noch Zugriff auf das Unternehmensnetzwerk.

Themenseiten: Big Data, Datendiebstahl, Datenschutz, Ponemon Institute, Studie

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