Unisys gibt Intels Itanium auf

Der US-Server-Hersteller will keine Mainframes mit der 64-Bit-CPU mehr bauen. Er begründet die Entscheidung mit der wiederholten Verschiebung von Tukwila und mangelnder Performance gegenüber Xeon-Systemen.

Der US-Server-Hersteller Unisys hat angekündigt, künftig keine Systeme mit Intels Itanium-Prozessor mehr anzubieten. „Der Itanium hat seine Anziehungskraft verloren“, sagte Colin Lacey, Vice President für Systeme und Storage bei Unisys, in einer Telefonkonferenz. Mittlerweile engagiere sich mit Hewlett-Packard nur noch ein Hersteller für den einstigen Hoffnungsträger von Intel.

Ein Technologie-Refresh sei schon längst überfällig, erklärte Lacey unter Anspielung auf die Vierkern-CPU Tukwila an, deren Markteinführung Intel Anfang Februar erneut verschoben hatte. Daher sei der Itanium für Unisys keine Option mehr.

Das liegt Lacey zufolge auch an der vergleichsweise schlechten Performance. Schließlich könne der Xeon dem deutlich teureren Itanium durchaus das Wasser reichen und übertreffe teilweise sogar dessen Leistung. Die Ausfallsicherheit sei ebenfalls vergleichbar.

Der von Unisys neu vorgestellte Server ES7000 Model 7600R, der auf einem Sechskern-Xeon-Prozessor von Intel basiert, beweise, dass Xeon das überlegene System sei, so Lacey. „Es macht von der Leistung her einfach keinen merklichen Unterschied, ob man eine Windows-SQL-Datenbank auf einem Itanium oder einem Xeon betreibt.“ Dafür biete Xeon gegenüber Itanium einen großen Kostenvorteil.

Obwohl man in der Industrie selbst dem Hersteller ein nachlassendes Interesse am Itanium nachsagt, steht Intel nach wie vor zu seiner 64-Bit-Plattform. Xeon und auch der Itanium hätten beide ihre Vorteile, sagte ein Firmensprecher. Xeon biete viel Leistung zum günstigen Preis, der Itanium sei dank verschiedener RAS-Funktionen (Reliability, Availability and Serviceability) sehr gut skalierbar und auch besonders ausfallsicher.

Themenseiten: Business, Hardware, Intel, Prozessoren, Server, Servers, Unisys

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