Was SAP-Anwender planen und wünschen

Die Einführung von SAP ERP 6.0 in Firmen schreitet voran - die SAP-Release-Strategie wurde angenommen. Allerdings sind Anwender bei SOA zurückhaltend und dem SAP-Support-Modell gegenüber nach wie vor kritisch eingestellt.

Diese Woche finden die Technologietage der Deutschsprachigen SAP-Anwendergruppe (DSAG) in Darmstadt statt. Anlässlich der Veranstaltung hat die Interessengemeinschaft die Ergebnisse einer Umfrage zum geplanten Investitionsverhalten der Mitglieder im Jahr 2009 vorgestellt. Außerdem nahm die Anwendergemeinschaft zu dem im vergangenen Jahr heftig umstrittenen und inzwischen überarbeiteten Preismodell für den SAP-Support erneut kritisch Stellung.

Die Teilnehmer der diesjährigen DSAG-Investitionsumfrage erwarten, dass der Umfang von IT-Investitionen 2009 generell um rund sieben Prozent zurückgeht. Sie sind damit deutlich pessimistischer als viele Marktforscher. Beispielsweise hatte IDC Ende 2008 prognostiziert, dass in Westeuropa immerhin noch mit einem minimalen Wachstum zu rechnen sei.

Professor Karl Liebstückel
Professor Karl Liebstückel, Vorstandsvorsitzender der Deutschsprachigen SAP-Anwendergruppe (Bild: DSAG)

Vom insgesamt verfügbaren Budget wollen die befragten SAP-Anwenderunternehmen in diesem Jahr durchschnittlich 30 Prozent für Software, Hardware oder Dienstleistungen im SAP-Umfeld ausgeben. Das sind rund fünf Prozent weniger als im Vorjahr. Wichtig ist den Firmen vor allem ERP. Dieser Posten nimmt bei den geplanten Ausgaben den Spitzenplatz ein.

Außerdem wollen SAP-Anwender in den SAP Solution Manager und das SAP NetWeaver Portal sowie Business-Intelligence-Lösungen von SAP investieren. Offenbar hat sie die klare Roadmap zur Integration der Business-Objects-Lösungen in das SAP-Portfolio überzeugt.

Themenseiten: IT-Business, Mittelstand, SAP, SOA, Strategien

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