Indisches 20-Dollar-Notebook entpuppt sich als Modem

Prototyp verfügt weder über eine Tastatur noch über einen Bildschirm

Wie die indische Tageszeitung The Hindu berichtet, ist das angeblich von der indischen Regierung geplante 20-Dollar-Notebook namens Sakshat in Wirklichkeit nur ein Gerät, das Zugang zum Internet herstellen kann. Dem Bericht zufolge hat der bei der Vorstellung einer Bildungsinitiative gezeigte Prototyp keine Ähnlichkeit mit einem Notebook, da er weder über einen Bildschirm noch über eine Tastatur verfügt.

Das Gerät, das an einen PDA oder ein Modem erinnert, ist etwa 25 Zentimeter lang und 12,5 Zentimeter breit. Entgegen den ursprünglichen Planungen wird das Gerät nicht 500 Rupien (umgerechnet etwa 8 Euro), sondern 15 bis 23 Euro kosten. R.P. Agrawal, Sekretär des indischen Bildungsministeriums, ist jedoch zuversichtlich, dass der Preis noch sinken wird.

Nach Bekanntwerden der vermeintlichen Pläne für ein 20-Dollar-Notebook hatten Computerexperten angezweifelt, dass dieses Ziel aufgrund der Preise der benötigten Komponenten überhaupt erreichbar sei. „Ich glaube, das ist nicht seriös“, erklärte Nicholas Negroponte, Gründer der gemeinnützigen Organisation One Laptop Per Child (OLPC) gestern gegenüber dem Boston Globe. „Wir wären von einem 20-Dollar-Laptop begeistert, aber schon das Display kostet mehr.“

OLPC selbst war mit dem Versuch gescheitert, ein 100-Dollar-Notebook für Entwicklungsländer auf den Markt zu bringen. Der vom OLPC entworfene XO Laptop kostet derzeit rund 188 Dollar in der Herstellung.

Indisches Internet-Gerät
Das indische 20-Dollar-Notebook ist in Wirklichkeit ein Internet-Gerät ohne Tastatur und Bildschirm (Bild: The Hindu).

Themenseiten: Hardware, Mobil, Mobile, Notebook, Telekommunikation

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1 Kommentar zu Indisches 20-Dollar-Notebook entpuppt sich als Modem

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  • Am 5. Februar 2009 um 6:37 von Tablet-PC (Slate)-User

    die Idee finde ich gut
    > Indisches 20-Dollar-Notebook entpuppt sich als Modem

    die Idee finde ich gut und kann nicht nur für tragbare, sondern auch für Desktop-Lösungen angewendet werden – die Rechenleistung kann ruhig vom Server erledigt werden. Auf der Client-Seite braucht man lediglich ein Eingabe/Ausgabe-Gerät. Dies kann ein Touch-Display sein.

    Weniger Stromverbrauch, weniger Herstellungskosten. Nur bezahlbare Verbindungstarife müssen her ;-)

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