Microsoft kündigt sechs Versionen von Windows 7 an

Editionen Home Premium und Professional stehen im Zentrum der Strategie

Microsoft hat angekündigt, Windows 7 in sechs verschiedenen Versionen auf den Markt zu bringen. Allerdings will sich das Unternehmen auf den Vertrieb von Windows 7 Home Premium und Windows 7 Professional konzentrieren, die nach Ansicht von Windows-Chef Bill Veghte 80 Prozent der Verkäufe ausmachen werden. Die anderen vier Varianten werden teilweise nur in bestimmten Märkten oder vorinstalliert auf einem Computer in den Handel kommen.

Wie schon bei Windows Vista wird Microsoft Windows 7 auch in den Versionen Starter, Home Basic, Ultimate und Enterprise anbieten. Im Unterschied zu Vista soll die Starter-Edition weltweit nur vorinstalliert auf Computern mit einer geringen Hardwareausstattung erhältlich sein. Als Beispiel für Windows 7 Starter nannte Microsoft-Vizepräsident Brad Brooks Billig-Notebooks. Windows 7 Home Basic hingegen will Microsoft nur in Entwicklungsländern verkaufen.

Die Enterprise-Version von Windows 7 ist, wie schon bei Windows Vista, Großunternehmen vorbehalten. Windows 7 Ultimate richtet sich laut Microsoft an die Enthusiasten unter den PC-Nutzern, die alle Funktionen des Betriebssystems nutzen wollen. Allerdings dürfte Windows 7 Ultimate weniger Abnehmer finden als Vista Ultimate, da die günstigere Professional-Version auf Kundenwunsch auch das Media Center enthält, das Vista Business fehlt.

Microsoft hat auch das Upgrade von einer Version auf eine andere vereinfacht. Während bei Windows Vista nur die tatsächlich gekaufte Version auf der Festplatte ist, wird Windows 7 immer mit allen Funktionen auf einem PC installiert. Der Lizenzschlüssel entscheidet dann darüber, welche Version des Betriebssystems nach der Installation freigeschaltet wird. Für ein Upgrade auf eine teurere Variante muss nur ein neuer Lizenzschlüssel eingegeben werden.

Die hohe Zahl unterschiedlicher Versionen eines Betriebssystems hatte Microsoft 2006 mit Windows Vista eingeführt und damit für Kritik unter Analysten gesorgt, die dem Unternehmen vorgeworfen hatten, die Verbraucher zu verwirren. Mit der Reduzierung der Auswahlmöglichkeiten auf die drei frei erhältlichen Versionen Home Premium, Professional und Ultimate und den Einschränkungen der Editionen Starter und Home Basic scheint Microsoft darauf zumindest teilweise einzugehen.

Themenseiten: Betriebssystem, Microsoft, Software, Windows 7, Windows Vista

Fanden Sie diesen Artikel nützlich?
Content Loading ...
Whitepaper

ZDNet für mobile Geräte
ZDNet-App für Android herunterladen Lesen Sie ZDNet-Artikel in Google Currents ZDNet-App für iOS

Artikel empfehlen:

Neueste Kommentare 

16 Kommentare zu Microsoft kündigt sechs Versionen von Windows 7 an

Kommentar hinzufügen
  • Am 4. Februar 2009 um 10:37 von thomas

    Windows 7
    Und einmal mehr stelle ich mir die Frage, welches OS benutze ich ab 2014 ?

    • Am 5. Februar 2009 um 6:07 von Sabbat

      AW: Windows 7
      Wahrscheinlich wie der Rest Mac OS X. :)

  • Am 4. Februar 2009 um 16:02 von Lutz

    MS lernt nicht dazu
    viele Versionen viel Chaos. Sicher gibt es wieder die obligatorischen Fehler. Bei 6 Varianten kein Wunder. Und das Hauptproblem der netten Viren wird weiter gereicht. Na ja wem das gefällt soll sein Geld MS in den Rachen werfen.

    • Am 5. Februar 2009 um 6:06 von Indigo

      AW: MS lernt nicht dazu
      Amen. Man sollte wirklich meinen das Microsoft langsam dazu lernt.

  • Am 4. Februar 2009 um 18:48 von Pfau Thomas

    wiso müssen es soviele Versionen Geben ?
    Also eine Home oder Prof 32/64Bit
    und Serverversion sind doch 3 versionen das muß doch reichen.
    Also beim Mac OSX Desktop /Server gibt es 2 und Linux 32 Bit/64 Bit gibt es auch nur 2 versionen Das muß doch reichen.

    • Am 5. Februar 2009 um 12:34 von User

      AW: wiso müssen es soviele Versionen Geben ?
      Warum gibt es von Linux denn auch diverse Abwandlungen – eine kostenlose Version für alle würde doch auch reichen.
      Es geht in diesem Segment doch nicht darum, den Menschen etwas gutes zu tun, sondern, wie kann ich meinen Gewinn maximieren.

  • Am 5. Februar 2009 um 6:50 von Schall und Rauch

    Was wollt Ihr denn?….
    MS macht es nicht anders als die Autohersteller. Die vertreiben auch ein Modell in verschiedenen Editionen (Trend, Elegance, Goal, Sports Line und wie sie alle heißen). Da regt sich keiner auf.

    Wenn MS nur die teuerste Ultimate Version vertreiben würde, dann würden sich alle über den Preis aufregen.

    So habt man doch die Wahl:
    – Billig mit ausreichendem Funktionsumfang

    – Teuerer mit mehr Funktionsumfang

    – Sehr teuer mit allem Schnick Schnack.

    Wie beim Auto auch:

    – Billig mit Basisausstattung

    – Teuerer mit Klimaanlage

    – Sehr teuer mit Klimaanlage, Naviagtionssystem, elektrisch verstellbaren Sitzen mit Memofunktion usw.

    Aber ich glaube, Ihr seid alle nur notorische Nörgler.
    Wenn Ihr mit Windows nicht zufrieden seid, dann nutzt Linux oder kauf Euch einen Apfel, und seid zufrieden.

    Wer übrigens eine Software nur nach der Oberfläche "Das sieht ja aus wie Vista, und kann also nix sein." beurteilt, der ist wohl selbst recht oberflächlich ;-)

    • Am 5. Februar 2009 um 12:30 von User

      AW: Was wollt Ihr denn?….
      Super Kommentar. 100% richtig.
      Diese ganze Nörgelei über Microsoft geht einem nur noch auf den Zeiger. Man sollte glauben, dass alles auf der Welt richtig ist, nur Microsoft macht alles falsch und ist auch noch an allem Schuld.

      • Am 6. Februar 2009 um 7:13 von Schall und Rauch

        AW: AW: Was wollt Ihr denn?….
        Der Mensch braucht halt sein Feindbild. Vom Mittelalter bis Anfang bes 19. Jahrhunderts was es noch der Teufel. ;-))

    • Am 9. Februar 2009 um 10:26 von thomas

      AW: Was wollt Ihr denn?….
      Na, das sehe ich aber ganz anders. Wenn Du es mit Autos vergleichen wolltest wäre die MS-Karre so aufgebaut:

      Die teuerste Variante wäre "art of state". Sie kann das, was die Technik heute eben so hergibt und ein Bischen mehr.

      Bei der nächst günstigeren Variante verzichtet mann dann auf das Bischen mehr und auf Sicherheitsfeatures wie ABS, Airbags, und ESP.

      Noch eine Stufe tiefer entfällt der rechte Außenspiegel und die Sonnenblenden.
      Genauso wie der Aschenbecher und die Uhr.

      Das geht dann immer so weiter bis zum Einsitzer.

      Bei einem richtigen Auto habe ich die Wahl zwischen einer Basisversion plus Extras.
      Bei Vista und Win7 gibt es die Basisversion minus Funktionen und Extras.

      "Wenn Ihr mit Windows nicht zufrieden seid, dann nutzt Linux oder kauf Euch einen Apfel, und seid zufrieden."

      Es geht nicht um Windows allgemein sondern um Vista und Win7.
      Ich kann nur jedem raten sich die Alternativen einmal anzusehen. Erstaunlich was bei denen alles so Basic ist.

      Wären wir wirklich notorisch würden wir bei Linux oder OS-X doch genau so nörgeln. Tun wir aber nicht.

  • Am 5. Februar 2009 um 9:21 von Matthias

    Nur eine Version zum guten Preis !
    Ein Betriebssystem ist etwas grundlegendes und notwendiges.
    Microsoft wurde oft vorgeworfen, sie würden ihre Vormachtstellung unter Berücksichtigung dieser Tatsache gnadenlos ausnutzen.

    Bei der Masse an verkauften Lizenzen könnte Vista/Seven Ultimate tatsächlich 30 Euro kosten.

    Ich hatte mir bei Vista gewünscht, sie hätten alle Versionen unterhalb "Ultimate" eingestampft und hätten dafür Vista Ultimate zum Preis von Vista Basic verkauft.
    Das wäre gut und gerecht – und ginge sogar jetzt noch, um mal wirklich Vista zu verkaufen.

    Das gleiche gilt für Seven !!

    • Am 5. Februar 2009 um 13:49 von Schall und Rauch

      AW: Nur eine Version zum guten Preis !
      Offensichtlich weißt Du nicht, wie sich Produktpreise zusammensetzen oder?

      An Windows 7 haben wie viele Entwickler/Tester/Architekten/Sekretärinen/Büroboten/Abteilungsleiter/Marketingleute/Finanzleute usw. mitgewirkt?

      Nehmen wir mal an es waren alles in Allem 300 Mitarbeiter. Das durchschnittliche Monatsgehalt über alle Mitarbeitergruppen liegt sicherlich bei ca. 50.000 Dollar.

      Das Projekt lief/läuft drei Jahre.

      Nun rechnen wir mal:
      300 MAs * $50.000 * 12 * 3 = $540.000.000
      oder 540 Millionen Dollar.
      Hinzu kommen noch Verwaltungskosten (Strom/Wasser/Steuern/Grundsteuern/usw).
      Da ich die durchschnittlichen Verwaltungskosten in den USA nicht kenne, lasse ich sie erst mal weg.

      Aber schon die Gesamtsumme für die Gehälter muss schon mal auf den Produktpreis umgerechet werden.
      Die Aufwandskoten plus Marge plus Rücklagebeträge für die zukünftige Entwicklung von Windows müssen innerhalb einer bestimmten Zeitspanne wieder eingespielt werden. Bei Windows sind das zur Zeit drei Jahre.

      Nun rechnet man (Aufwandskosten + Marge + Investionsrücklagen) in drei Jahren / angenommene Absatzzahlen = Produktpreis.

      Ist natürlich noch einfach berechnet.
      Wie viele Mitarbeiter nun wirklich an Windows 7 mitgewirkt haben, weiß ich nicht. Die Erfahrung sagt jedoch, dass es viel mehr als die von mir im Beispiel angenommenen 300.

      Zu berücksichtigen sind ja noch viel mehr Faktoren, da Windows ja weltweit vertrieben wird. In Deutschland z.B. muss Microsoft auch die OEM/SB Versionen anbieten, welche ja günstiger sind als die eigentlichen Verkaufsversionen. In Indien z.B. kann MS nicht die gleichen Preise verlangen wie in Deutchland (Einkommenverhältnisse).

      Alles in Allem muss MS in der Zeitspanne sicher mehr als eine Milliarde Dolla einnehmen, um die Entwicklungskosten wieder einzuspielen.

      Mit Deinen 30 Euro kämme MS in 10 Jahren nicht zu diesem Punkt.

      • Am 5. Februar 2009 um 18:07 von Matthias

        AW: AW: Nur eine Version zum guten Preis !
        Schon klar, dass dann nicht ein neuer Millionär auf 1000 arme Schweine geboren werden würde / worden wäre xD

        Um es auf die Spitze zu treiben…
        Wieviele Milliarden Windows XP wurden verkauft ?
        Wieviel Cent hätten also gereicht ?

        Nein, hier wurde wieder einmal mehr eine Lizenz zum Geld drucken geschaffen.
        Und das lässt sich doch noch irgendwie weiter ausreizen, nicht ?

        In der Softwarewelt werden legale Gelddruckmaschinen erzeugt.
        Angaben zur Lizenzpolitik dabei sehr fadenscheinig begründet.

        Oder wie war es damals, einen Antivirus für 40 Euro zu kaufen und auf nen Mailserver zu setzen.
        Völlig legal und gerecht wurden da für 40 Euro alle Mailkonten gescant.
        Da musste schnell ein Riegel vorgesetzt werden, damit man wieder ein paar Kunden abzocken kann.

        So läuft es immer und keiner tut was dagegen.

        Vielleicht haben wir irgendwann ein Windows in 80 Versionen.
        Die ersten 75 kosten "nur" 100 Euro (OEM/SB), können dafür aber nur noch 10%.
        Version 78 kann so viel wie Vista Home Premium, kostet aber schon 999 Euro, oder wie ?

        Pah…

        • Am 6. Februar 2009 um 7:07 von Schall und Rauch

          AW: AW: AW: Nur eine Version zum guten Preis !
          Tja, in einem kapitalistischem Wirtschaftssystem geht es nun mal darum Profit zu erwirtschaften.
          Das ist in unserem System völlig legitim.
          Wenn man ein anderes System möchte, dann muss man die Politik verändern, denn die schafft die Rahmenbedingungen.

          Und mal ehrlich, wer von uns würde an Stelle Microsofts oder eines beliebigen anderen Herstellers nicht ebenso handeln?

          Übrigens sind OEM/SB Versionen immer Vollversionen, die eigentlich nur für PC-Hersteller gedacht sind, jedoch nach Gerichtsurteilen in DE auch an Endkunden angeboten werden müssen.

          Und noch was, 80 Euro für eine so komplexe Software (Home Premium) ist nicht teuer. Oder 160 Euro für die Vista Ultimate.
          Man sollte das mal über die Gebrauchszeit sehen. Bei drei Jahren kommst Du auf eine monatliche Summe von 2,22 Euro (Home Premium) oder 7 Cent/Tag.
          Mann, ist das teuer!!! ;-)))

          Jedes Computerspiel schneidet da wesentlich schlechter ab. Ein Top-Spiel kostet so ca.50 Euro, und wird so um die drei Monate (Gesamtspielzeit) gespielt.
          Das macht dann 16,67 Euro im Monat oder 56 Cent pro Tag.

          7 zu 56 Cent = 8 mal teuerer bei wesentlich geringerer Nutzungsdauer.

          Und da regt man sich über die Preisgestaltung von Microsoft auf….

          Übrigens vertreibt MS Office 2007 Home&Student in DE für schlappe 97 Euro. Das Konstennutzungsverhältnis ist in etwas das gleiche wie bei Windows.
          Aber MS ist ja so teuer…..

          Ich sag es ja, Ihr seid alle nur notorische Nörgler. Frei nach Mittermeier "I mog ni mer"… ;-)))

          • Am 9. Februar 2009 um 10:38 von thomas

            AW: AW: AW: AW: Nur eine Version zum guten Preis !
            Wieder so merkwürdige Vergleiche.

            Vergleiche doch mal bitte Kosten/Nutzen bei Linux oder Open Office.
            Das ist günstig.

            Leider sind die neuen Betriebssysteme von MS auch noch so gestrickt, dass mann sich auch gleich neue Hardware und oft auch neue Software (die alte läuft nämlich nicht mehr) kaufen muss.
            Mann, ist das günstig !
            Den Rattenschwanz rechne bitte einmal dazu.

          • Am 10. Februar 2009 um 12:59 von Schall und Rauch

            AW: AW: AW: AW: AW: Nur eine Version zum guten Preis !
            Merkwürdiger Vergleich?

            Ich glaube Du vergleichst hier Äpfel mit Birnen.
            Linux (fast alle Distris) und Open Office sind kostenlos.
            Sie werden von Entwicklern in iherer Freizeit entwickelt, oder die Entwickler werden von Foundations usw. bezahlt.

            Das Ziel ist hier eben nicht Eine Gewinnerziehlung, da sie nicht davon leben müssen.
            MS entwickelt Software mit Gewinnerziehlungsabsicht. Das ist deren Geschäftsgrundlage. Wie bei den meisten anderen Unternehmen (Auto, Lebensmittel, Kleidung usw.) halt auch.

            Wie will man zwei völlig unterschiedliche Geschäftsgrundlagen miteinander vergleichen? Das geht eben nicht, weil völlig unsinnig.

            Du kannst Auch nicht "Ärzte ohne Grenzen" mit einem Uniklinikum vergleichen.
            Wieseo? Die "Arzte ohne Grenzen" bieten ihre Dienstleistung ja auch kostenlos an. bla blub…..

            Soll MS sein Office kostenlos vertreiben, weil Open Office ja auch kostenlos ist? Oder Windows?
            Vielleicht ist Dir noch nicht aufgefallen, dass die Mitarbeiter bei MS nicht zum Vergnügen arbeiten, sondern um damit ihren Lebensunterhalt zu bestreiten.

            Hast Du schon mal von Deiner eigenen Arbeit (selbsständig) leben müssen?
            Nein, dann denk mal drüber nach, an was Du alles bei der Preisfindung beachten musst.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *