Vorsicht Falle: Fehlerhafte Rechteanzeige im Windows-Explorer

"Ich glaube, was ich sehe", sagen Leute, die mehr Vertrauen in die eigene Erfahrung haben als in die ihrer Mitmenschen. Zumindest, wenn es um die Anzeige der Dateizugriffsrechte im Windows-Explorer geht, tut man gut daran, von diesem Grundsatz abzuweichen.

„Ich glaube, was ich sehe“, sagen Leute, die mehr Vertrauen in die eigene Erfahrung haben als in die ihrer Mitmenschen. Zumindest, wenn es um die Anzeige der Dateizugriffsrechte im Windows-Explorer geht, tut man gut daran, von diesem Grundsatz abzuweichen.

Meine Chefin freut sich, mir meinen neuen Bürorechner präsentieren zu dürfen. Endlich ein Dual-Core-Notebook. Einen Core teilen sich Desktop-Search-EngineIP-Sec, Festplattenverschlüsselung, Virenscanner, Spyware-Abwehr, Firewall und weitere Produktivsoftware. Aber der andere Core gehört mir ganz alleine. Ich bin begeistert.

Den Pfadnamen „C:UsersChristoph.CH.000Documents“ meines persönlichen Verzeichnisses kürze ich mittels Mklink zu „C:CH“ ab. Ein Blick auf die Berechtigungen steigert meine Adrenalin-Produktion. Laut Security-Window kann jeder Mitarbeiter auf mein persönliches Verzeichnis zugreifen. Mein Kollege versucht es, aber zum Glück klappt es nicht.

Falsch ist nur die Anzeige im Windows-Explorer. Die Berechtigungen sind, wie sie sein sollen. Ich bekomme die Berechtigung des Link-Objekts, obwohl ich in das Verzeichnis und nicht auf das Link-Objekt geklickt habe.

Gehe ich den umständlichen Weg in mein Verzeichnis, dann sehe ich, was wirklich gilt. Eine echte Sicherheitslücke liegt nicht vor. Dennoch bietet sich genug Raum für Irrtümer. Ein sicherheitsempfindliches Verzeichnis kann sich einem Administrator im Explorer als ausreichend geschützt darstellen, obwohl Hinz und Kunz dort schreiben dürfen.

Ich weiß das jetzt und brauche nur noch darauf zu warten, bis es meinem Admin mit der Excel-Tabelle der Gehaltsbuchhaltung passiert.

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2 Kommentare zu Vorsicht Falle: Fehlerhafte Rechteanzeige im Windows-Explorer

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  • Am 7. Februar 2008 um 8:55 von Sven

    Nun diesem Irrtum können wohl nur reine Windows-Admins unterliegen…

    Unter Linux sind (symbolische) Links schon ewig mit vollen Rechten versehen – es gelten aber die Rechte des Ziels.
    Wenn man sich diese Logik auf anderen Systemen anschaut, könnte es sogar möglich sein, dem Link weniger Rechte zu geben, als dem Ziel…
    Unmöglich ist es dagegen, durch vermeintlich falsche Berechtigungen jemandem MEHR Rechte zu erteilen – der vorletzte Absatz ist also schlicht falsch.
    Anders sieht es natürlich bei Hardlinks aus, aber das steht auf einem anderen Blatt.

  • Am 13. Februar 2008 um 13:45 von Christoph H. Hochstätter

    Hallo Sven,

    es geht nicht um tatsächlichen Rechte im Filesystem, die sind schon so, wie sie sein sollen. Es geht um die Anzeige im Explorer. Macht man einen Rechtsklick auf den Link, so erscheinen die Rechte des Links. Das ist für mich auch logisch.

    Doppelklickt man auf den Link, dann landet man im Zielverzeichnis. Macht man dann einen Rechtsklick irgendwo im Zielverzeichnis, so erscheinen erneut die Rechte des Links. Das wiederum macht für mich keinen Sinn. Wenn der Link die Rechte „Everyone: Read“ hat, dann ist das für den Link ausreichend. Das Zielverzeichnis kann dann „Everyone: Full Control“ haben, was evtl. nicht erwünscht ist. Trotzdem werden nur Leserechte angezeigt. Damit kann man eventuell reinfallen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Christoph H. Hochstätter

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