Skype-Ausfall: Microsoft als Sündenbock?

Skype sieht in Microsofts Patch Day den Auslöser für den großen Ausfall der letzten Woche. Millionen neu startende Windows-Rechner sollen die Peer-to-Peer-Netzwerkressourcen verringert und durch die Flut gleichzeitiger Anmeldeversuche für eine Überlastung gesorgt haben. Die eigene Verantwortung für das Desaster sieht der VoIP-Anbieter in einem fehlerhaften Alogorithmus, der bei der Verteilung der Netzwerklast gepatzt hat. Doch trotz der offiziellen Erklärung bleiben Fragen offen: ...

Skype sieht in Microsofts Patch Day den Auslöser für den großen Ausfall der letzten Woche. Millionen neu startende Windows-Rechner sollen die Peer-to-Peer-Netzwerkressourcen verringert und durch die Flut gleichzeitiger Anmeldeversuche für eine Überlastung gesorgt haben. Die eigene Verantwortung für das Desaster sieht der VoIP-Anbieter in einem fehlerhaften Alogorithmus, der bei der Verteilung der Netzwerklast gepatzt hat.

Doch trotz der offiziellen Erklärung bleiben Fragen offen: So praktiziert Microsoft den Patch Day bereits seit über zwei Jahren. Warum hat das Skype-Netz also gerade diesmal versagt? Und dann gleich so lange für einen so großen Nutzerkreis?

Zwar hat Skype einen Hackerangriff dementiert, die These steht aber nach wie vor im Raum. In russischen Foren wurde ein entsprechender Code veröffentlicht. Ein Symantec-Sicherheitsexperte hat ihn für Spiegel Online überprüft. Ergebnis: Derzeit funktioniert er nicht.

Wo auch immer das Problem lag – der Mythos vom grenzenlos skalierbaren, in jeder Situation selbstheilenden Kommunikationsdienst hat tiefe Kratzer bekommen. Sicher ist nur wieder einmal, dass nichts wirklich sicher ist.

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2 Kommentare zu Skype-Ausfall: Microsoft als Sündenbock?

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  • Am 21. August 2007 um 1:42 von jogi

    das prob mit algorithmen, die die belastung nach oben begrenzen und nicht weiter skalierend offen sind, weil die grenze zum zeitpunkt der programierung einfach nicht bedacht wurde, kennen wir seit dem „Jahr 2000“ problem.

    Ich glaube erstmal den aussagen von skype dass das algorithmusproblem erkannt ujnd beseitigt wurde – der nächste patch-day mit reboot wird uns zeigen, ob sie ihre hausaufgaben gemacht haben

    wenn eine solche störung ganz unabhängig passiert – und es doch ein hackerangriff sein sollte, wird sich auch da eine lösung finden…

    wobei ich mich frage, was so ein angriff eigentlich bewirken soll, sogar mein 12jähriger sohn hat schon 4 gänzlich unabhängige kommunikationstränge parallel laufen (skype,icq,msn,irc) was kümmerts, wenn heute grad mal skype nicht tut – auch wenn man auf die beste sprachquali und verschlüsselung verzichten muss

    wer sowas lahmlegen will/muss muss schon ein arg kümmerliches würmchen sein…

    lg jogi

  • Am 31. Oktober 2007 um 12:08 von Mobile Blog | ZDNet.de » Blog Archiv » Auch das gute alte Telefon fällt mal aus

    […] schon beim Skype-Ausfall, der aufgrund der Peer-to-Peer-Technik ja eigentlich hätte nicht passieren dürfen, müssen wir […]

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