CloudAV: ein neuer Ansatz zur Virenbekämpfung

Wenn man wie ich seinen Mail-Server selbst verwaltet, hat man das zweifelhafte Vergnügen, sich mit der Spam-Problematik beschätigen zu dürfen. Ich staune immer wieder, was da so in meine Postfächer flutet. Zur Zeit besonders auffällig: Mails, die scheinbar von seriösen Nachrichten-Sites kommen und eine schreierische Headline enthalten. Diese ist in Wirklichkeit jedoch ein sehr gut kaschierter Link zu einer Webseite, auf der sich unbedarfte Anwender Schadsoftware einfangen. Womit wir ...

Wenn man wie ich seinen Mail-Server selbst verwaltet, hat man das zweifelhafte Vergnügen, sich mit der Spam-Problematik beschätigen zu dürfen. Ich staune immer wieder, was da so in meine Postfächer flutet. Zur Zeit besonders auffällig: Mails, die scheinbar von seriösen Nachrichten-Sites kommen und eine schreierische Headline enthalten. Diese ist in Wirklichkeit jedoch ein sehr gut kaschierter Link zu einer Webseite, auf der sich unbedarfte Anwender Schadsoftware einfangen.

Womit wir bei der Viren- und Trojaner-Problematik wären. Doch eine Lösung beziehungsweise eine deutlich verbesserte Bekämpfung dieser elektronischen Plagegeister scheint jetzt in Sicht. Computer-Wissenschaftler an der University of Michigan verfolgen einen interessanten Ansatz via Cloud-Computing. Entsprechend heißt das Projekt CloudAV, wobei das AV wie üblich für Antivirus steht.

Der Vorteil der neuen Methode: Sie virtualisiert und parallelisiert die Erkennung mit multiplen Antiviren-Engines und steigert so die Erkennungsrate deutlich. Eine Testversion basiert auf den Engines zwölf gängiger Software-Pakete, die eingehende Daten gemeinsam analysieren. Der Clou bei der Sache: Die Analyse und Bekämpfung findet schon im Netz und nicht erst lokal auf dem jeweiligen Rechner statt. Mehr Infos gibt es im Emerging-Tech-Blog unserer Kollegen von ZDNet.com.

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1 Kommentar zu CloudAV: ein neuer Ansatz zur Virenbekämpfung

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  • Am 25. August 2008 um 16:09 von Andreas S.

    Guten Tag,

    Web- & Email-Scanning als „gehosteter Service“ ist an sich kein neuer Ansatz. Messagelabs verfolgt diesen Ansatz bereits seit 1999.
    Mittlerweile gibt es natürlich sehr viel mehr Anbieter.

    Das gleich 12 Engines eingesetzt werden finde ich übertrieben, 2-3 gute Engines in Verbindung mit einem guten heuristischen Scanner reichen vollkommen aus.
    Auf lokale Software wird man trotzdem nicht verzichten können, denn potentiell verseuchte USB-Sticks z.B. kann man nur lokal scannen…

    Ich möchte hier nichts schlecht reden oder gar Werbung machen!
    Sollte ich ein Alleinstellungsmerkmal übersehen haben, welches diese Meldung rechtfertigt bitte ich um Kommentare. :-)

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