Kaum Gründe für Vista-Upgrade in Unternehmen

Never touch a running sysytem! Diese alte Sysadmin-Regel hat nach wie vor Gültigkeit, besonders für gewerbliche Anwender. Kein Wunder also, dass der Einzug von Vista in die Unternehmen nur schleppend voran geht. Ob da die Ankündigung des ersten Service Packs für Vista wirklich hilfreich ist? Ich bezweifle es. Es signalisiert nur eines: Wer mit der Einführung von Vista bisher gewartet hat, hatte recht. Denn ganz offensichtlich ist Vista noch nicht ausgereift. Wozu bräuchte man sonst ...

Never touch a running sysytem! Diese alte Sysadmin-Regel hat nach wie vor Gültigkeit, besonders für gewerbliche Anwender. Kein Wunder also, dass der Einzug von Vista in die Unternehmen nur schleppend voran geht.

Ob da die Ankündigung des ersten Service Packs für Vista wirklich hilfreich ist? Ich bezweifle es. Es signalisiert nur eines: Wer mit der Einführung von Vista bisher gewartet hat, hatte recht. Denn ganz offensichtlich ist Vista noch nicht ausgereift. Wozu bräuchte man sonst ein Service Pack?

Aber ich glaube nicht, dass professionelle IT-Verantwortliche so naiv sind. Sie wissen ganz genau, dass Software und vor allem Betriebssysteme einer permanenten Pflege unterliegen. Sie sind nie ganz fertig und Raum für Verbesserungen gibt es immer.

Der Punkt ist vielmehr, dass es für Unternehmen kaum funktionale Gründe gibt, um von XP auf Vista umzusteigen. Schon jetzt wird nur ein Bruchteil der Möglichkeiten von XP genutzt. Hauptsache ist, das MS-Office und Outlook laufen, Zugriff auf Fileserver, Internet und den Abteilungsdrucker bestehen und ein Mindestmaß an Zugangskontrolle gewährleistet ist. Mehr brauchen die meisten Unternehmen nicht.

Und wie versucht Microsoft den Unternehmen Vista schmackhaft zu machen? Auf der Microsoft-Site werden folgende Gründe für Vista aufgeführt:

  • Schutz Ihres PCs gegen Spyware und andere Bedrohungen mithilfe integrierter Sicherheitsfunktionen
  • Wiederherstellen früherer Versionen versehentlich gelöschter Dokumente
  • Verwenden eines einfachen Assistenten zum Automatisieren von Sicherungen
  • Arbeiten an nahezu jedem Ort über sicheren und zuverlässigen Remotezugriff
  • Schnelleres Auffinden von Informationen und Ressourcen mithilfe der Sofortsuche
  • Schnelleres Antworten auf Kundenanfragen durch integriertes Faxen und Scannen

Ich sehe hier nichts, was den durchschnittlichen Geschäftsführer für einen teuren und zeitaufwändigen Umstieg von XP auf Vista begeistern könnte. Vielmehr wirkt die Liste wie das Featureset eines kostenlosen Updates. Nett, aber geschäftsnotwendig ist es nicht. Mein alter Chef hätte gefragt: Und wie hilft uns das mehr Umsatz zu machen? Meine Antwort darauf können Sie sich ja vorstellen…

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1 Kommentar zu Kaum Gründe für Vista-Upgrade in Unternehmen

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  • Am 12. September 2007 um 19:19 von Matthias Rietz

    Im Gegenteil es gibt nicht nur keine Gründe, sondern die meiste Software läuft nicht. Gerade Buchhaltungssoftware, Faktura z.B. von Sage/GS wird frühstens zum Winter unter Vista laufen. Soll man seine Buchhaltung so lange ruhen lassen? Besser Hände weg!

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