Schneller, als Apple erlaubt

Zugegeben, man kann mit einer von Hackern gepatchten Mac-Version nicht jeden x-beliebigen PC einfach so in Betrieb nehmen. Illegal ist das Ganze ebenso. Trotzdem stellt sich nach stundenlanger Installation und Konfiguration diverser Kernel-Extension und angesichts eines endlich vollständig lauffähigen PC-Systems mit Mac OS X 10.5 ein Gefühl tiefgehender Zufriedenheit ein.

Zugegeben, man kann mit einer von Hackern gepatchten Mac-Version nicht jeden x-beliebigen PC einfach so in Betrieb nehmen. Illegal ist das Ganze ebenso. Trotzdem stellt sich nach stundenlanger Installation und Konfiguration diverser Kernel-Extension und angesichts eines endlich vollständig lauffähigen PC-Systems mit Mac OS X 10.5 ein Gefühl tiefgehender Zufriedenheit ein.

So muss es den Hackern ebenfalls gehen. Das Patchen des Kernels von Mac OS ist seit der Umstellung von Apple auf Intel-Prozessoren jedenfalls sehr beliebt geworden. Inzwischen hat es schon sportlichen Wettbewerbscharakter angenommen: Der Hacker mit dem ersten Patch eines neuen Kernels wird in der Community gefeiert wie ein Messias. Allerdings erlöst ein gehackter Kernel die Welt noch längst nicht. Fehlende Treiber, die bei Mac OS Kernel-Extension heißen, machen das Leben so richtig schwer. Und den richtigen Kernel zu finden, der zur Hardware-Ausstattung passt, ist ebenfalls nicht so einfach. Zudem könnte beim nächsten größeren Apple-Update alles wieder dahin sein. Immerhin: Der Patch eines neuen Kernels lässt nicht mehr lange auf sich warten. Waren es vor einem Jahr noch Wochen, kann man diese Zeitdauer heute in Stunden angeben. Für Leopard standen bereits vor dem ersten Verkaufstag gepatchte Kernel für Intel-Prozessoren zur Verfügung.

Wer als Journalist im Computerbereich tätig ist, kann sich natürlich einfach Hardware zusammensuchen, die mit der Hacker-Version von Mac OS X sehr gut zusammenarbeitet. Sehr gut heißt allerdings nicht perfekt. Der Standby-Betrieb funktioniert beispielsweise in vielen Fällen nicht zuverlässig. Meistens schläft der PC-Mac zwar ein, wacht aber nicht mehr auf. Im normalen Betrieb tritt hingegen kein Stabilitätsproblem auf, und der PC-Mac geht auch recht flott zu Werke. Core Image und Quartz Extreme werden genauso unterstützt wie die neuesten Intel-Prozessoren. Selbst einen Penryn-Prozessor, der erst Mitte November erscheinen wird, erkennt das gepatchte Mac OS einwandfrei. Auch die SSE4-Einheit des neuen Chips wird unterstützt.

Mit Intels neueste Penryn-CPU, die auf 3,67 GHz übertaktet wird, erreicht der PC-Mac im Geekbench-Test einen Wert von 8146. Diese Performance dürfte derzeit nur von den wenigsten Original-Macs erzielt werden. Auch ein schönes Gefühl. Dennoch bleibt es nur eine kleine, aber interessante Spielerei. Wer die Vorzüge von Mac OS genießen will, greift besser zu einem echten Mac. So sehen es übrigens auch die Hacker, wie es der Star der Szene ’netkas‘ in seinem Blog verlauten lässt: „P.S. If u really like MacOSX – buy a mac.“

Themenseiten: Analysen & Kommentare, Mac

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