Microsoft hat mein Windows kaputt gemacht

Es ist wieder passiert: Ein per Windows Update verteilter Patch hat aus funktionierenden Rechnern einiger Vista-Nutzer einen Haufen Software-Schrott gemacht. Zwar behauptet Microsoft, dass nur ein kleiner Prozentsatz von dem Problem betroffen ist, bei einer installierten Basis von mehr als 100 Millionen sind das aber bestenfalls immer noch mehrere hunderttausend Maschinen.

Es ist wieder passiert: Ein per Windows Update verteilter Patch hat aus funktionierenden Rechnern einiger Vista-Nutzer einen Haufen Software-Schrott gemacht. Zwar behauptet Microsoft, dass nur ein kleiner Prozentsatz von dem Problem betroffen ist, bei einer installierten Basis von mehr als 100 Millionen sind das aber bestenfalls immer noch mehrere hunderttausend Maschinen.

Zwar haben die Redmonder den Patch inzwischen zurückgezogen, wer die automatische Installation konfiguriert hat (wie von Microsoft gebetsmühlenartig empfohlen), beherbergt den Störenfried aber schon längst auf seiner Festplatte. Ob er zum Tragen kommt, hängt von der jeweiligen Konfiguration ab.

Entwarnung für die Zukunft kann man leider nicht geben: Das komplexe PC-Ökosystem mit tausenden möglichen Kombinationen von Hardware, Treibern, Software und Anwendungen ist der Nährboden, dass ein solches Problem in Zukunft wieder auftritt. Das Patchen eines Windows-PCs ist auch im Jahr 2008 ein wenig wie russisches Roulette. Vielleicht sollte man sich künftig überlegen, aus dem Spiel auszusteigen und vor der Installation eines Update ein paar Tage ins Land ziehen lassen. Bis dahin dürften die größten Probleme bekannt sein. Die Entwicklung geht aber in die falsche Richtung …

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2 Kommentare zu Microsoft hat mein Windows kaputt gemacht

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  • Am 7. März 2008 um 14:03 von Dieter

    Das stimmt leider. wenn es nicht die Systemwiederherstellung gebe, dann hätte ich mein neues Notebook mit Vista nicht mehr verwenden können. Microsoft entwickelt Jahre, aber was dann am ende rauskommt funktioniert eben nur so lange, bis man nicht -wie erwähnt – gleich jeden Patch automatisch übernimmt. Von den meisten Patches benötigt der normale Anwender nach meinen Erfahrungen nur knapp 50 – 70 % . Solange es für XP noch Support gibt, sollte man erst einmal dabei bleiben. Das dauerte am Anfang auch über ein Jahr bis es richtig lief !

  • Am 27. März 2008 um 10:14 von Dr.Fischer

    Das gleiche ist mir vor 14 Tagen mit dem Update für XP passiert.
    Die Wartungsfirma mußte dann die Festplatte austauschen. Die Systemwiederherstellung hatte auch nicht mehr funktioniert, nicht einmal mehr der abgesicherte Modus.

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