Markt für Grafikkarten bricht im vierten Quartal ein

Umsatz sinkt gegenüber dem dritten Vierteljahr um 28,5 Prozent

Nach einem überdurchschnittlichen Wachstum im dritten Quartal 2008 hat die Wirtschaftskrise zwischen Oktober und Dezember auch den Markt für Grafikkarten erreicht. Laut einer Studie von Jon Peddie Research haben AMD, Intel und Nvidia in diesem Zeitraum 111,26 Millionen Grafikkarten verkauft, 34 Prozent weniger als im dritten Quartal. Der mit Grafikprozessoren erzielte Umsatz sank gegenüber dem letzten Quartal 2007 um 28,5 Prozent auf 72,35 Millionen Dollar.

„Das vierte Quartal ist normalerweise ein gutes Quartal für die Computerindustrie. Offensichtlich gab es ein Paar Probleme mit zu großen Lagerbeständen im letzten Vierteljahr“, erklärte Jon Peddie, Präsident des Marktforschungsunternehmens. Der Markt sei stärker eingebrochen, als es die Hersteller aufgrund der wirtschaftlichen Lage und des schlechten Konsumklimas prognostiziert hatten.

Bei Grafikchips für Desktop-Computer konnte Nvidia seinen Marktanteil im dritten Quartal auf 37,9 Prozent erhöhen. AMD legte ebenfalls um 1,1 Prozentpunkte auf 21,4 Prozent zu. Den Markt für Notebook-Grafikchips dominierte Intel mit 59,2 Prozent, gefolgt von Nvidia mit 22,9 Prozent und AMD mit 17,1 Prozent.

Nach Ansicht von Jon Peddie wird sich die Lage im Grafikkartenmarkt im ersten Halbjahr 2009 nicht verbessern. „Im ersten und zweiten Quartal 2009 erwarten wir den größten Umsatzrückgang seit dem Platzen der Internet-Blase 2000“, sagte Peddie.

Themenseiten: AMD, Grafikchips, Hardware, Intel, Nvidia

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