Erneute Datenpanne bei der Telekom

Hunderte Neukundendaten tagelang für jedermann im Internet einsehbar

Die Deutsche Telekom bekommt ihre Datensicherheit offenbar nicht in den Griff. Wie das Magazin Stern berichtet, waren bis vergangenen Freitag hunderte Neukundendaten tagelang für jedermann im Internet abrufbar.

Die Telekom hat den Bericht inzwischen bestätigt. Schuld sei ein „Arbeitsfehler“ gewesen, sagte ein Sprecher. Mittlerweile sei die Lücke geschlossen. Das Unternehmen will sich bei allen Betroffenen entschuldigen.

Das Datenleck betraf Neukunden, die zur Anmeldung ein Online-Formular auf der Homepage der Telekom ausgefüllt hatten. Darin enthalten waren unter anderem der Name, die Anschrift, der bisherige Anbieter sowie öffentliche und nicht im Telefonbuch aufgeführte Rufnummern.

Nach Abschluss des Anmeldeprozesses wurden die Daten als PDF-Datei im Browser angezeigt. Die zugehörige Webadresse enthielt auch die zugehörige Auftragsnummer. Wer diese änderte, bekam die Daten anderer Kunden angezeigt. Dadurch war es möglich, Neuanmeldungen oder Kündigungen im Minutentakt mitzuverfolgen sowie hunderte Datensätze automatisiert herunterzuladen. Dem Stern liegen nach eigenen Angaben knapp 500 Datensätze von Kunden aus ganz Deutschland vor, der älteste stammt vom 8. Dezember 2008.

Die Telekom hat seit Monaten Probleme mit dem Datenschutz. Das Unternehmen ließ unter anderem Telefonverbindungsdaten von Aufsichtsratsmitgliedern kontrollieren. Zudem wurden Daten von Telekomkunden auf dem Schwarzmarkt zum Kauf angeboten.

Themenseiten: Big Data, Datendiebstahl, Datenschutz, Deutsche Telekom

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4 Kommentare zu Erneute Datenpanne bei der Telekom

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  • Am 28. Januar 2009 um 16:07 von Paul

    Konsequenzen
    Wieso greifen hier unsere amtlichen "Datenschützer" nicht ein?
    Gibt es im heutigen Strafgesetz noch keine Regelung für solche Vergehen? Einer Firma, der in kurzen Zeitabständen wiederholt solche Pannen passieren, der sollte man einen unabhängigen externen Datenschützer zwangsweise und auf deren Kosten zuteilen.
    Aber auch die Kunden sind schuld, einer Firma weiterhin zu vertrauen die mehrfach bewiesen hat das ihr das nötige Knowhow und das entsprechende Verantwortungsbewußtsein fehlt.

    • Am 28. Januar 2009 um 16:55 von Dave

      AW: Konsequenzen
      Heute wie damals, Kopf ab, die ganze obere Führungsebene. Ohne Abfindung und mit Schadensersatzforderung. Die haben die Verantwortung, und machen fast nur Bockmist. SO ruiniert man ein Unternehmen.

      • Am 28. Januar 2009 um 18:50 von DuundIch=Wir

        AW: AW: Konsequenzen
        Das Ruinieren der Telekom wäre doch noch nicht das Schlimmste , aber die Herren in den Führungsetagen die die Verantwortung tragen sitzen den ganzen Tag faul rum , fressen auf unsere Kosten , saufen auf unsere Kosten und schieben Millionengehälter jeden Monat ein. Genau so bei der DB , Siemens , Deutschen Bank und , und , und ! Mann kommt mit dem Aufzählen gar nicht mehr nach ! Und immer die gleichen Namen , Zumwinkel , Mehdorn , Ackermann etc….. Und wir , die User , müssen die Manager-, Vorstands-, und Aufsichtsrats-Mafia auch noch bezahlen ! Und kein Staatsanwalt traut sich gegen die Händeschüttler -, und Schulterklopfer-Mafia vor zu gehen. Denn in Berlin hockt die Regierungs-Mafia die ganz deutlich Ermittlungsverfahren gegen ihre eigenen Freunde unterbindet !
        Nicht nur die Berliner-, auch die Länder-Mafia treibt dies so !

        Siehe VIDEO unter :

        http://www.indenruingetrieben.de/index.php

        """ Maulkorb für den Staatsanwalt """

        Wann stehen einmal wir Kleinen , ca. 50 Millionen Deutsche auf und jagen die Mafia zum Teufel ???
        Ein Wort gibt es nur noch hier :
        """ BANANENREPUBLIK """

  • Am 3. Februar 2009 um 23:43 von g. johan

    Datenpanne
    #

    Das Problem ist doch, daß wir keinen
    wirklich unabhängigen Rechtsstaat haben, da die Justiz teilweise abhängig von den Regierungen( und den Parteiein)ist. Somit (und auch durch die Prozesskosten und ggf. Anwaltspflicht)kann der Einzelne letzlich kaum sein Recht wirksam gegen institutionelle Gegner durchsetzen.

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