AMD schreibt erneut rote Zahlen

Fehlbetrag übertrifft die Befürchtungen der Analysten

AMD hat im vierten Quartal erneut einen Milliardenverlust eingefahren und damit die Befürchtungen von Analysten übertroffen. Der Fehlbetrag von 1,42 Milliarden Dollar oder 2,34 Dollar pro Aktie fiel geringer aus als der Verlust in Höhe von 1,77 Milliarden Dollar im letzten Quartal 2007. Ohne einmalige Abschreibungen machte AMD einen Verlust von 0,69 Dollar pro Aktie, 27 Prozent mehr als das von Analysten geschätzte Minus von 0,54 Dollar pro Aktie. Zu den einmaligen Abschreibungen gehört ein Betrag von 684 Millionen Dollar auf den Wert der Grafiksparte ATI sowie eine Wertberichtigung von 227 Millionen Dollar auf Lagerbestände.

Der Umsatz des Chipherstellers lag mit 1,162 Milliarden Dollar 35 Prozent unter dem letzten Quartalsumsatz 2007. Auch gegenüber dem dritten Quartal sanken die Einnahmen um 28 Prozent. Ursache dafür sind nach Auskunft von AMD sinkende Verkaufszahlen für Prozessoren und Grafikchips sowie ein niedrigerer Durchschnittspreis für CPUs. Zwischen Oktober und Dezember verlor die Prozessorsparte 37 Prozent ihres Umsatzes. Die Einnahmen der Grafiksparte reduzierten sich um 30 Prozent.

Eine Prognose für das laufende erste Quartal des Geschäftsjahres 2009 wollte AMD nicht treffen. „AMD erwartet im ersten Vierteljahr einen geringeren Umsatz als im letzten Quartal 2008“, erklärte das Unternehmen. AMD-CFO Bob Rivet kündigte angesichts der sinkenden Nachfrage eine schlechte Auslastung der Produktionskapazitäten an.

CEO Dirk Meyer betonte, AMD werde sich weiter auf Kostensenkungen konzentrieren. Wichtiger Bestandteil der Sparmaßnahmen sei die Auslagerung der Fertigung in die „Foundry Company“, die im Februar abgeschlossen werde. Bis dahin wird sich AMD jedoch noch mit Intel darüber einigen müssen, ob der Verkauf der Produktionsstätten gegen ein Lizenzabkommen mit Intel verstößt. Laut einer Mitteilung an die US-Börsenaufsicht SEC hat Intel um ein Treffen mit AMD gebeten, um dieses Problem zu besprechen. Intel bezweifelt, dass die Foundry Company ein Tochterunternehmen von AMD ist und das Lizenzabkommen somit auch für das Joint Venture zwischen AMD und arabischen Investoren gilt.

Themenseiten: AMD, Business, Intel, Quartalszahlen

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