IBM droht angeblich EU-Kartellklage

Chiphersteller soll seine Monopolstellung bei Mainframes missbraucht haben

IBM droht ein neues Kartellverfahren der EU-Kommission. Nach Informationen der Financial Times Deutschland will der IBM-Konkurrent T3 Technologies noch heute bei der EU Beschwerde gegen den Chiphersteller einlegen.

IBM soll durch die Kopplung seines Betriebssystems z/OS an seine Mainframe-Rechner den Verkauf von Konkurrenzprodukten behindern und seine Marktposition missbrauchen. Zudem wirft T3 dem Konzern vor, Patentlizenzen und anderes geistiges Eigentum zurückgehalten und damit Käufern von Großrechnern in Europa Schaden zugefügt zu haben.

Die offizielle Beschwerde von T3 enthält auch Analysen von Wirtschafts- und Technikexperten. Für kommende Woche ist eine Präsentation für Mitarbeiter der Kommission geplant. Sollten die Wettbewerbshüter die Beschwerde zulassen, käme es im nächsten Schritt zu einer förmlichen Untersuchung. In den USA strebt T3 ebenfalls eine Klage gegen IBM an.

Schon Anfang 2007 hatte Platform Solutions Inc (PSI) IBM wegen angeblichen Missbrauchs seiner Monopolstellung bei Mainframe-Computern verklagt. Die Untersuchung endete allerdings ergebnislos, da IBM den Rivalen Anfang Juli 2008 übernahm und dieser daraufhin seine Klage zurückzog.

Themenseiten: Betriebssystem, Business, IBM

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1 Kommentar zu IBM droht angeblich EU-Kartellklage

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  • Am 21. Januar 2009 um 5:44 von Chris H. Schmidlin

    IBM droht angeblich EU-Kartellklage
    Das übliche Muster, ist man mit seinen Produkten nicht erfolgreich, wird der Konkurrent verklagt, damit die eigene Firma von diesem übernommen wird.
    Sobald die Elektroautos in Stückzahlen produziert werden die selbst Strom erzeugen, werden wharscheinlich Oelkonzerne klagen weil die Autos keine Oel mehr brauchen und die Stromkonzerne, weil der Strom nicht von ihnen kommt.

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