Google widerspricht Umweltstudie zur Internetsuche

Google hat einer am Wochenende veröffentlichten Studie zu der durch seine Suchmaschine verursachten Umweltbelastung widersprochen. Nach Angaben des Unternehmens werden pro Suchanfrage bei Google nur etwa 0,2 Gramm CO2 freigesetzt und nicht 7 Gramm, wie der Harvard-Physiker Alex Wissner-Gross in seiner von der britischen Times zitierten Untersuchung behauptet.

„Google ist schnell: Eine typische Suchanfrage benötigt weniger als 0,2 Sekunden“, erklärte Urs Hölzle, Senior Vice President von Google, in einem Blogeintrag. Jeder an einer Anfrage beteiligte Server arbeite nur wenige Tausendstelsekunden. Zusammen mit anderer Rechenleistung, die zum Beispiel für den Aufbau des Suchindex benötigt wird, verbraucht eine Suchanfrage laut Google nur 1 Kilojoule Energie. „Ein durchschnittlicher Erwachsener benötigt etwa 8000 kJ am Tag. Eine Google-Suche verbraucht also etwa die gleiche Menge Energie, die der menschliche Körper in 10 Sekunden verbrennt“, so Hölzle.

Wissner-Gross hatte in seiner Studie ermittelt, dass für eine Suchanfrage bei Google so viel Energie benötigt wird, wie man braucht, um eine halbe Tasse Wasser zum Kochen zu bringen. Andere Studien haben bisher eine CO2-Belastung zwischen 1 und 10 Gramm ermittelt. Entscheidend für die Berechnung des exakten CO2-Ausstoßes ist, ob der Computer für die Suchanfrage extra hochgefahren werden muss oder nicht. Im laufenden Betrieb verursacht ein Computer in 15 Minuten eine CO2-Belastung zwischen 7 und 10 Gramm.

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7 Kommentare zu Google widerspricht Umweltstudie zur Internetsuche

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  • Am 12. Januar 2009 um 18:43 von Eduard Guthoff

    Google widerspricht Umweltstudie zur Internetsuche
    Es ist immer wieder schön wie Ignoranten ihre geistige Impotenz mit absurden Zahlenspielchen zum Besten geben.

    Anstatt mal zu berechnen wieviel Zeit, Energie und Ressourcen ein Mensch durch Google spart wird so ein Nonsense berechnet.

    Dabei wäre es schön zu wissen, wieviel Steuergelder der Herr für seine Berechnungen vergeudet hat, oder ob er das aus eigner Tasche bezahlt?

  • Am 12. Januar 2009 um 19:00 von didi

    CO 2 Belastung Computer
    Computer und Auto verschrotten, Pferd kaufen, (aber auch das verursacht CO2) allerdings könnte man damit Bio Energie gewinnen, wär doch was oder?

  • Am 12. Januar 2009 um 19:25 von Klaus

    Google
    Viele co2 verbrauchen Studien die kein Mensch braucht?

    Klaus

  • Am 13. Januar 2009 um 9:26 von Michael Pfaffe

    Umweltstudie zur Internetsuche
    Ganz einfach Schwachsinn

  • Am 14. Januar 2009 um 14:47 von Endymion

    Google-Emissionen im weltweiten Vergleich
    Mit 0,2 g CO2 pro Suchanfrage erreicht Google einen Jahresausstoß von 73 Gg und ist damit für den 3-millionsten Teil der weltweiten Emissionen verantwortlich. Wer das an die große Glocke hängt, stichelt mit Verlaub an der falschen Stelle.

    Alle Details:

    http://blog.safog.com/index.php/2009/01/14/google-und-co2-emission/

    • Am 16. Januar 2009 um 4:07 von SK8T.app

      AW: Google-Emissionen im weltweiten Vergleich
      "Mit 0,2 g CO2 pro Suchanfrage erreicht Google einen Jahresausstoß von 73 Gg."

      Nochmal kurz nachdenken. 0,2 g CO2 ist schon richtig, allerdings pro Suchanfrage!
      Wenn jeder von uns Google nur 1 mal am Tag benutzt, wären das 1,4 gr CO2. Google hat einen Marktanteil von gut 60%. Wie viele Millionen Menschen das sind wage ich nicht auszurechnen. 1 Millionen mal 1,4 gr CO2 pro Woche gibt allerdings schon ein ganz anderes Bild…

      • Am 21. Januar 2009 um 7:58 von Endymion

        AW: AW: Google-Emissionen im weltweiten Vergleich
        "Nochmal kurz nachdenken. 0,2 g CO2 ist schon richtig, allerdings pro Suchanfrage!"

        Ich glaube, Du hast das was in meinem Kommentar überlesen: Mit 73 Gg sind 73 Gigagramm gemeint, als 73 Milliarden Gramm oder 73 Millionen kg oder 73.000 t, die Google zum jährlichen Co2-Ausstoß beiträgt. Dieser Wert ergibt sich, wenn man weltweit von 1 Milliarde Google-Suchanfragen pro Tag ausgeht und auf das Jahr hochrechnet. Und mit 3 Millionstel der globalen Emissionen ist dieser Anteil bestenfalls vernachlässigbar.

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