Telekom-Konkurrenz will DSL-Netzausbau beschleunigen

Flächendeckende Versorgung soll innerhalb eines Jahres erreicht werden

Mehrere Konkurrenten der Deutschen Telekom haben angekündigt, binnen eines Jahres alle Haushalte in Deutschland mit einem Breitband-Internetzugang zu versorgen. Dies hat der Vorsitzende des Verbandes der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten (VATM) gegenüber der Financial Times Deutschland erklärt.

Der Verband, dem Unternehmen wie E-Plus, Telefonica, AOL, Freenet, Hansenet oder Arcor angehören, reagiert mit seiner Initiative auf das Angebot der Telekom an die Bundesregierung, zwei Milliarden Euro in den Netzausbau für DSL zu investieren. Im Gegenzug will die Telekom von ihren Rivalen höhere Gebühren für die Mitbenutzung der Telekom-Netze verlangen. Nach Ansicht von VATM-Geschäftsführer Jürgen Grützner beabsichtigt die Telekom, ihr Netz letztlich nur zu Lasten Dritter auszubauen.

Dem Bericht der Financial Times Deutschland zufolge will der VATM mit seinem Gegenvorschlag genau dies verhindern. Für die Internetversorgung von rund 5 Millionen Menschen in ländlichen Gebieten, die derzeit keinen DSL-Anschluss bekommen können, setzt der Verband nicht nur auf herkömmliche DSL-Technologie, sondern auch auf den Ausbau von Glasfaser- und Mobilfunknetzen. Dadurch sollen nicht nur die für den Netzausbau benötigte Zeit, sondern auch die Kosten verringert werden.

Bereits im September hatte die EU-Kommissarin Viviane Reding eine flächendeckende Breitbandversorung für alle EU-Bürger bis 2010 gefordert. Die Kommissarin berief sich dabei auf Zahlen, wonach 7 Prozent der EU-Bevölkerung und 30 Prozent der Bewohner ländlicher Gebiete nicht an das Breitbandnetz angeschlossen sind.

Themenseiten: AOL, Arcor, Breitband, DSL, Deutsche Telekom, E-Plus, Eplus, Freenet, Telekommunikation

Fanden Sie diesen Artikel nützlich?
Content Loading ...
Whitepaper

ZDNet für mobile Geräte
ZDNet-App für Android herunterladen Lesen Sie ZDNet-Artikel in Google Currents ZDNet-App für iOS

Artikel empfehlen:

Neueste Kommentare 

9 Kommentare zu Telekom-Konkurrenz will DSL-Netzausbau beschleunigen

Kommentar hinzufügen
  • Am 29. Dezember 2008 um 17:44 von DSL-Kunde

    Witzig
    Vielleicht sollte man auch die bestehenden Netze verbessern. Was bringt mir ein DSL-Anschluß mit 250 mbit/s? Aber damit muß man wohl leben, wenn man nicht in einer großen Stadt lebt. Was solls, man bezahlt ja wenigstens die 6000. Danke, Telekom!!

  • Am 29. Dezember 2008 um 19:37 von Wild Hog

    DSL Netzausbau durch Telekom-Konkurrenz
    Ich hoffe, dass es dann auch möglich ist die Angebote der anderen Anbieter über die DSL-Leitungen der Konkurrenz zu bekommen. Es sollte kein örtliches Monopol entstehen (gleiches Recht für alle Anbieter im Regulierten-Markt).

  • Am 29. Dezember 2008 um 20:01 von Maik Hoffmann

    Geil! DSL Netz angeboten bekommen, wo es nicht möglich ist – das bringt die Telekom fertig!
    Ist es nicht wunderbar, die Telekom ruft bei Einem an, und verkauft einem am Telefon eine supergeiles DSL Paket mit TV via DSL etc…..
    Die Telekom ist aber nicht bereit vertragliche Unterlagen zwecks Unterschrift zuzusenden. Das "JA ich will" am Telefon reicht aus und schwups habe ich das DSL Paket!

    Naja, 2-3 Wochen später nach der Schaltung, ich sage nur WOW – DSL ist geschaltet aber mit der Leistung gar nicht möglich? Und wenn die Leistung DSL6000 etc… nicht möglich kann ich auch das Filmpaket vergessen.

    Die Telekom, ein strukturelle schwaches und marodes Unternehmen mit verschiedenen Schwesterunternehmen wiegt sich auf sichere Seite.
    Das eine Tochterunternehmen sagt nur, Sie sind mit uns ein Vertrag eingegangen das andere Tochterunternehmen welche fürs Leitungsnetz zuständig ist sagt nur….sorry wir können die Leistung nicht bringen.

    ES WIRD ZEIT FÜR EIN MACHTWECHSEL AN DER DSL STRIPPE.

    Ich hoffe die starke Konkurrenz baut die Netze mit Erfolg aus und ich hoffe das diese auch entsprechende Kundschaften erhalten!

  • Am 29. Dezember 2008 um 20:16 von Günter Geßner

    Telekom
    Die Telekom ist ein Dino aus der Zeit, da Beamte noch konkurrenzlos entscheiden konnten, was wie gemacht wurde. Jetzt haben diese "Dienstleister" die privaten An-
    bieter im Nacken und wollen weiter Geld vom Staat.
    Ich habe nichts gegen Beamte, die tun ja nichts !!

    • Am 30. Dezember 2008 um 13:17 von Gnarzo

      AW: Telekom
      Abgesehen von der Telekom – geht’s vielleicht auch ohne pauschale Stammtischreden über Beamte?
      Bei der Telekom ist die Lage für viele Arbeitnehmer im Übrigen wenig beschaulich – siehe nur die Angestellten im Service, die ausgelagert werden und deren Job alles andere als sicher ist. Da sind längst andere Zeiten angebrochen als früher.

  • Am 29. Dezember 2008 um 22:19 von A. Guthier

    Telekom-Konkurrenz will DSL-Netzausbau beschleunigen
    Das ist seit langem die beste Nachricht, die es zum Thema Breitbandversorgung gab.

    Bleibt zu hoffen, dass man sich jetzt schnell einigt und das Vorhaben umgesetzt wird.

    Es geht dabei nicht nur um die flächendeckende Breitbandversorgung – es geht dabei auch um Wirtschaftsförderung, Konjunkturprogramm, Arbeitsplätze und für bisher nicht oder schlecht versorgte Haushalte um das Recht auf Information.

  • Am 31. Dezember 2008 um 9:03 von A. Klapproth

    Telekom-Konkurrenz will DSL-Netzausbau
    Telekom hat ca. 95% des DSL-Netzausbaus abgeschlossen. Die letzten 5% gehören aber dazu. Die Telekom hätte schon vor Jahren Ihre "Restausbauleistungen" erbringen müssen.
    Aber Dank der Wirtschaftskrise sind andere Firmen bereit, die Arbeit der Telekom zu beenden und damit auch die letzten der "Telekomvergessenen" mit DSL
    zu beliefern.

  • Am 1. Januar 2009 um 19:03 von egon

    null problem
    null problem. null ahnung.-das hat die konkurenz der telekom. mit der grossen schnautze können sie alles, aber sonst haben sie keine Ahnung

  • Am 2. Januar 2009 um 9:37 von Michael Selhof

    Entscheidungsträger bei der Telekom
    sind keine Beamte! Ich will dem Verfasser dieses Beitrags anraten, mal richtig zu recherchieren! Wer sitzt denn in den wichtigen Funktionen beim Telekom-Konzern?
    Ich möchte mal die These aufstellen, dass es zur Bundepostzeiten wohl keine weiße Flecken auf der DSL-versorgungskarte gegeben hätte, weil zu damaligen Zeiten das wirtschaftliche Interesse nicht im Vordergrund stand! Die Älteren unter uns werden evtl. dieses so bestätigen!
    Also nicht immer auf die Beamten schimpfen. Schaut doch mal aktuell bei BMW, Opel oder anderen größeren Konzernen. Die machen noch mehr Mist OHNE Beamte!
    PS.: Ich wohne auf dem Land, zahle für eine 6000er DSL-Bandbreite und habe 408 kbit… seit Jahren !!!!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *