YouTube muss Musikvideos von Warner Music löschen

Lizenzgespräche zwischen Musiklabel und Google-Tochter vorerst gescheitert

Die Warner Music Group hat die Verhandlungen über eine Verlängerung des Lizenzabkommens mit YouTube vorerst für gescheitert erklärt. Man habe sich nicht über die Höhe der Lizenzzahlungen einigen können. Die Google-Tochter muss nun alle Videos von Künstlern entfernen, die bei Warner unter Vertrag stehen.

„Wir arbeiten zusammen mit YouTube an einer Lösung, die Videos unserer Künstler auf die Site zurückzubringen“, erklärte Warner Music. „Bis dahin können wir Bedingungen, die keine angemessene und faire Kompensation für unsere Künstler darstellen, nicht akzeptieren.“

Mit dem Rückzug aus YouTube verliert Warner Music auch eine Einnahmequelle. Das Musiklabel stellt den elftgrößten Video-Channel des Videodienstes. In der letzten Woche hatte Rio Caraeff, Chef der Sparte für digitale Musik bei Universal Music, erklärt, sein Unternehmen generiere über YouTube Einnahmen in Höhe von mehreren 10 Millionen Dollar. Welche Umsätze Warner Music über YouTube erzielt, ist nicht bekannt.

In einem Blogeintrag hat das YouTube-Team am Freitag mitgeteilt, dass Videos, die Musik von Warner-Künstlern enthalten, von der Website entfernt würden. „Wenn wir nicht in der Lage sind, eine akzeptable Vereinbarung zu treffen, dann müssen wir uns auch von einem erfolgreichen Partner trennen“, heißt es in dem Blogeintrag.

Derzeit verhandelt YouTube auch mit Universal Music, EMI und Sony Music über die Verlängerung von deren Lizenzen.

Themenseiten: Google, Internet, Telekommunikation, Warner Music, YouTube, Youtube

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