Telekom bietet Regierung Milliarden für DSL-Ausbau an

Als Gegenleistung verlangt der Konzern weniger Regulierung

Die Deutsche Telekom will der Bundesregierung ein milliardenschweres Konjunkturpaket für den Ausbau der Breitband-Infrastruktur anbieten. Dadurch könne sie die Binnenkonjunktur ankurbeln, ohne dass staatliche Subventionen nötig wären, sagte Telekom-Chef René Obermann gegenüber der Tageszeitung „Die Welt“.

Obermann formulierte jedoch Bedingungen: „Ein ‚weiter so‘ in der Regulierung können wir uns nicht mehr leisten.“ Die hohen Investitionen könne die Telekom nur dann stemmen, wenn die Rahmenbedingungen stimmten. Dazu zähle in erster Linie eine insgesamt „investitionsfreundlichere Regulierung“. Der Telekom-Chef forderte zudem „leicht erhöhte Vorleistungspreise“ für Telekom-Konkurrenten, wenn sie die letzten Meter der Kupferleitung in die Haushalte von der Telekom mieten.

Derzeit haben 98 Prozent der Bevölkerung Zugang zum schnellen Internet. In vielen ländlichen Gebieten ist das Breitband-Internet jedoch deutlich langsamer als in der Stadt. Dem Zeitungsbericht zufolge will die Telekom ab 2011 in der Lage sein, 99 Prozent der Haushalte mit 2-MBit/s-DSL zu versorgen.

Themenseiten: Breitband, Business, DSL, Deutsche Telekom

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4 Kommentare zu Telekom bietet Regierung Milliarden für DSL-Ausbau an

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  • Am 16. Dezember 2008 um 16:27 von Paul

    Lieber Regulierung und Konkurrenz
    Langfrisitg und preislich wäre mir eine gute Regulierung wichtiger als schnellere Verbindungen. Welcher Privatmensch reizt seine DSL-Leitung schon aus? Lieber Konkurrenz zur Telekom und langsameren Ausbau als wieder Quasimonopol.
    Ein Unternehmen wie die Telekom muß so oder so expandieren um mehr Geschäft machen zu können. D.h., der Ausbau wird kommen ob mit oder ohne Regulierung.

    • Am 16. Dezember 2008 um 17:30 von Hans-Peter Burk

      AW: Lieber Regulierung und Konkurrenz
      Das klingt gut – und nach einer guten Verbindung. Ich warte seit 4 Jahren auf eine schnellere Verbindung als 384 kBit – und das wohl noch lange. Konkurrenz gibt es bei uns nicht, kein Breitbandkabel. Auch GSM ist NICHT verfügbar – weder D1 noch D2 noch E-Netze. Befinde mich Luftline ca. 9,6 km vom Post-Tower in Bonn entfernt.
      Über die aktuellen Angebote der Provider kann ich nur Lachen oder mich ärgern – was soll ich mit IP-Telefonie, Fernsehen via Internet, Backup meiner PC-Platte via Upload beim Provider oder ähnlichem Quatsch?
      Interessant: Bei der RegTP wird jeder Anschluss, der im Download besser ist als ISDN-Kanalbündelung als Breitband-Anschluss gewertet.
      Also: Ausbau ist mir deutlich lieber als Konkurrenz – die hab ich eh nicht.

  • Am 16. Dezember 2008 um 17:53 von D. Baumann

    weniger Regulierung heisst nicht Konkurrenzverbot
    Weniger Regulierung heisst in dem Zusammenhang ja nicht weniger Konkurrenz, sondern nur, das die Anbieter eben auch etwas mehr verlangen müssen, um die "Durchleitung" durch das Telekomnetz zu finanzieren. Langfristig bringt es aber allen wohl eher Vorteile, da neue Infrastruktur auch anderen Anbietern zu Gute kommt.

  • Am 16. Dezember 2008 um 20:03 von J.Schwaiger

    Telekom bietet Regierung Milliarden für DSL-Ausbau an
    Konkurrenz ist in Ordnung und meiner Meinung nach bei Telefonie, Internet usw. auch vorhanden. Die anderen Anbieter der Telekom haben bisher nicht sonderlich investiert, wo bleibt hier der Ausbau in ländlichen Gebieten? Auf dem Land ist noch nicht viel von den Investitionen der Telekom Konkurenten angekommen. Das aus gutem Grund, da es dort nichts zu verdienen gibt. Es gibt aber auch dort Firmen und Privatleute die darauf angewiesen sind. Die meisten Anbieter die ich kenne schliessen zuerst einen Vertrag ab und dann zappelt mann Monate herum mit dem Ergebnis das Sie die Bandbreite gar nicht bereitstellen können.
    Würde die Regulierung bei Strom und Energie auch so gut funktionieren wie ibei Telekomunikation müsste das KW ca. 10 Cent kosten. Was wir zur Zeit benötigen ist ein flächendeckender Ausbau. Das schafft auch Arbeitsplätze und es könnte auch jeder Anbieter mitmachen oder?

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